Love & Peace Joachim Kühn

Cover Love & Peace

Album info

Album-Release:
2018

HRA-Release:
26.01.2018

Label: ACT Music

Genre: Jazz

Subgenre: Contemporary Jazz

Album including Album cover Booklet (PDF)

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  • 1Love and Peace01:59
  • 2Le Vieux Chateau04:12
  • 3The Chrystal Ship03:19
  • 4Mustang05:14
  • 5Barcelona - Wien03:50
  • 6But Strokes of Folk04:14
  • 7Lied Ohne Worte No. 203:43
  • 8Casbah Radio03:52
  • 9Night Plans04:17
  • 10New Pharoah05:20
  • 11Phrasen06:31
  • Total Runtime46:31

Info for Love & Peace

Seinen Blick stets nach vorne gerichtet, die Jazzgeschichte im Rücken, kennt Kühn keine Konventionen. Freiheitsliebend und voller Fantasie ist das Pianogenie davon getrieben, immer wieder Neues zu entdecken. Das Joachim Kühn New Trio ist sein jüngstes Abenteuer, „Love & Peace“ das zweite Kapitel daraus.

„Altersweisheit trifft Sturm und Drang“ (Spiegel Online). Dies ist nicht nur die treffende Beschreibung für das generationsübergreifende Zusammentreffen von Joachim Kühn mit den über 30 Jahre jüngeren Chris Jennings und Eric Schaefer. Mehr noch, beides vereint der heute 73 jährige Jazzpionier auch in seinem Spiel: Seinen Blick stets nach vorne gerichtet, die Jazzgeschichte im Rücken, kennt Kühn keine Konventionen. Freiheitsliebend und voller Fantasie ist das Pianogenie davon getrieben, immer wieder Neues zu entdecken. Das Joachim Kühn New Trio ist sein jüngstes Abenteuer, „Love & Peace“ das zweite Kapitel daraus:

„Ich habe ein neues Traum-Team gefunden, das mich auf ganz neue Art inspiriert“, sagt Joachim Kühn über seine 2015 gegründete Formation, welche zugleich auch seine Rückkehr zum klassischen Klaviertrio-Format bedeutete, das er dreißig Jahre lang mit Jean-Francois Jenny-Clark und Daniel Humair gepflegt hatte: „Ein neues Trio, ein neuer Joachim Kühn“ jubelte der NDR angesichts des im März 2016 erschienen Debüts „Beauty & Truth“. Die Zeitschrift Jazzthing befand, Kühn habe damit „als der nach wie vor innovativste und freieste Klavierspieler der Republik seiner Bio- und Diskografie ein weiteres spannendes und vor allem unerwartetes Kapitel hinzugefügt.“ Schließlich wurde das Joachim Kühn New Trio auch zum besten Ensemble national mit dem ECHO Jazz 2017 ausgezeichnet.

„In meinem Alter muss man noch mehr spielen als früher, um nicht einzurosten“, sagt Joachim Kühn. Es ist auch dieser Ehrgeiz, der ihn zu Deutschlands bedeutendstem und international erfolgreichstem Jazzpianisten seiner Generation gemacht hat. Auf „Love & Peace“ zeigt sich der Altmeister abermals in Topform: Wieder geht es um „starke Melodien, die man gestalten kann“, wie Kühn sagt, doch mit einem für den Free- und Fusion-Großmeister radikalen Ansatz: „Ich wollte die melodische Einfachheit, ein Album mit kurzen prägnanten Stücken.“

Naheliegend, dass sich die Songs um das Einfachste und doch so Schwere ranken, das unsere Welt derzeit am dringendsten braucht: Liebe und Frieden. „Ich habe das Repertoire nicht auf die Schnelle ausgesucht, sondern sehr bedacht. Dann aber auch mal dem Zufall Raum gelassen.“ So entstand die kurze, fast schwärmerische Melodie von „Barcelona – Wien“ auf dem Flug zwischen den beiden Städten. Und beim sprunghaften, und doch so eleganten Thema von „Mustang“ musste er spontan an die so agile Pferdeart denken.

Erneut greift Kühn mit „The Crystal Ship“ einen Titel der Doors auf, jener Band, die wie kaum eine andere für seine, die 68er-Generation und den Kampf um Frieden in jener vom Vietnam-Krieg geprägten Zeit steht. Auch die Klassik ist mit einer schwelgerischen und groovenden Version von Modest Mussorgskis „Le Vieux Chateau“ aus den „Bildern einer Ausstellung“ vertreten. Ein Stück („Night Plans“) aus der einmaligen und prägenden Zusammenarbeit mit Ornette Coleman erlebt ebenso eine, fast zärtliche, Neubetrachtung im Trio wie der turbulente Kühn-Klassiker „Phrasen“.

Schließlich bat Kühn auch seine beiden Partner eine Komposition beizusteuern: Chris Jennings sein swingendes, fast volksliedartiges „Casbah Radio“ und Eric Schaefer sein elegisches „Lied ohne Worte No. 2“, das vielleicht sogar am stärksten an den „alten“ Joachim Kühn erinnert. Nicht nur deswegen erweist sich Schaefer mit seiner Dynamik, seiner Spontaneität und seiner Spiritualität als idealer Kühn-Begleiter. „Ich hatte ihn seinerzeit zu mir nach Ibiza eingeladen. Wir spielten drei Tage lang zusammen. Ich wusste aber schon nach zehn Minuten, dass ich mit ihm arbeiten will“, erinnert sich Kühn. „Ähnlich erging es mir mit Chris Jennings, ein fantastischer Bassist mit großem Einfühlungsvermögen.“

„Nur wer frei lebt, kann auch wirklich frei improvisieren“, sagt Kühn, der sich auf seiner Finca in Ibiza seit vielen Jahren alles zu seiner persönlichen und kreativen Freiheit eingerichtet hat. Mit „Love & Peace“ ist seinem New Trio erneut Wegweisendes gelungen, durch Schöpfungswillen, unbändiger Liebe zur Musik und mit inneren Frieden.

Joachim Kühn, Klavier
Chris Jennings, Bass
Eric Schaefer, Schlagzeug

Recorded May 15 & 16, 2017 by Gérard de Haro at Studios La Buissonne, France
Mixed by Gérard de Haro
Mastered by Klaus Scheuermann
Produced by Joachim Kühn




Joachim Kühn Trio
Alter Meister, junge Wilde und ein neues Trio: Joachim Kühn, Pianist von Weltrang und Solitär des europäischen Jazz, gönnt sich keine Pause. Unstillbar ist sein künstlerischer Schaffensdrang, auch mit Anfang 70 noch. Stillstand ist für ihn Rückschritt, seine musikalische Neugier ungebrochen. Auch heute noch sitzt Kühn täglich Stunden an seinem Flügel in seiner abgeschiedenen Finca an Ibizas Meeresküste oder hört in seiner Musikbibliothek, die über 1500 Tonträger beheimatet, alte und aktuelle CD-Erscheinungen.

Für „Beauty & Truth“ hat er nun gemeinsam mit Produzent Siggi Loch alte, bekannte und ungewöhnliche Stücke ausgesucht und im neuen Trio eingespielt: „Starke Melodien, die man gestalten kann“, erzählt Kühn. Stücke, die ihm etwas bedeuten, wie etwa die Krzysztof Komeda Komposition „Kattorna“. „Bei der Aufnahmesession 1965 in Warschau für das Album „Astigmatic“ war ich selbst im Studio mit dabei und habe zugehört. Nun kam mir dieses Stück wieder in den Kopf.“ Erstmals hört man ihn auch als Interpreten von The Doors. Eine Reggae-Dub-Nummer von Stand High Patrol, die Eric Schaefer ins Studio mitgebracht hat, ist ebenfalls im Repertoire. Natürlich darf eine Reminiszenz an den im Juni 2015 verstorbenen Ornette Coleman nicht fehlen, der zwischen 1996 bis 2000 ausschließlich mit Kühn zusammenspielte. Das Titelstück „Beauty And Truth“, gespielt als Pianosolo-Miniatur, gibt als Prolog die Idee des Albums vor: zur Essenz der Komposition vorzudringen, ihre innere Wahrheit zu entdecken und wahre Schönheit herauszukehren.

Auf den 12 Stücken hört man einen anderen Joachim Kühn: Kraftvoll, klar und auf den Punkt. Immer fest verankert im Groove. Voll ungebremster Spielfreunde und mit jeder Menge Soul. Das neue Trio beflügelt ihn hörbar: „Nach vielen Jahren kehre ich zum klassischen Pianotrio zurück. Das Trio mit Jean-François Jenny-Clark und Daniel Humair, das über 30 Jahre existierte, war das Trio meines Lebens. Diese Tiefe und Intensität war unglaublich. Mit Eric und Chris habe ich nun ein neues Traum-Team gefunden. Auf eine ganz neue Art ist es sehr inspirierend, mit ihnen zu spielen.“



Booklet for Love & Peace

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