Soundscape - Leonardo da Vinci Capella de la Torre & Katharina Bäuml

Cover Soundscape - Leonardo da Vinci

Album info

Album-Release:
2018

HRA-Release:
04.10.2018

Album including Album cover Booklet (PDF)

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  • Anonymous:
  • 1Il marchese o di Salutio01:44
  • 2La virtu se vol seguire02:24
  • 3La gamba03:36
  • Josquin Desprez (1455 - 1525)
  • 4Tu solus qui facis mirabilia, IJ 8503:28
  • Marchetto Cara (1475 - 1525):
  • 5Non è tempo d'aspettare, IMC 102:49
  • Anonymous:
  • 6Qui desidra esser felice03:14
  • Heinrich Isaac (1450 - 1517):
  • 7A la battaglia, IHI 3804:46
  • Marchetto Cara (1470 - 1525):
  • 8Tante volte sí sí sí03:28
  • Anonymous:
  • 9Qual semplice uccellino02:01
  • 10O triumphale et diamante03:57
  • Frater Dionisius Placentinus :
  • 11Egli è il tuo bon Iesù03:19
  • Anonymous:
  • 12Ogni cosa ha il suo loco03:28
  • 13Caminata02:09
  • Marchetto Cara:
  • 14Forse che sí, forse che no03:48
  • Franchino Gaffurio (1451 - 1522):
  • 15O sacrum convivium, IFG 602:45
  • Leonardo da Vinci (1452 - 1519):
  • 16Amore sola mi fa remirare (A Musical Riddle)02:01
  • Anonymous:
  • 17Qui belles amours a02:58
  • Bartolomeo Tromboncino (1470 - 1535):
  • 18Gentil donna02:30
  • Anonymous:
  • 19Se l'ortolana vene a la cità02:29
  • Claudin de Sermisy (1490 - 1562):
  • 20Jouissance je vous donneray, ICS 1302:10
  • Anonymous:
  • 21Basse Danse Jouissance02:19
  • Jean Hesdimois:
  • 22Tutto il mondo è fantasia, IJH 102:27
  • Total Runtime01:03:50

Info for Soundscape - Leonardo da Vinci

Leonardo da Vinci (1452–1519) gilt als eines der größten Universalgenies der Menschheitsgeschichte. Der Schöpfer der Mona Lisa war nicht nur Maler, sondern auch Bildhauer, Architekt, Anatom, Mechaniker, Ingenieur und Naturphilosoph. Da Vinci beschäftigte sich auch mit Musik, entwickelte Musikinstrumente und komponierte. Am Hofe seines Dienstherren Ludovico Sforza etwa war da Vinci 1490 maßgeblich an den Planungen umfangreicher Festlichkeiten anlässlich der Hochzeit des jungen Herzogs Gian Galeazzo mit Isabella von Aragon beteiligt und inszenierte mit »Il Paradiso« dafür auch musikalische Auftritte ganz nach dem Geschmack der Zeit. Die Zeit Leonardo da Vincis lässt die Capella de la Torre unter der Leitung von Katharina Bäuml mit ihrem Album »Soundscape – Leonardo da Vinci« lebendig werden. Ausgewählt wurde Musik von Zeitgenossen wie Bartolomeo Tromboncino, Josquin des Prez und Heinrich Isaac: Tanz- und Liedsätze, vielfach sogenannte »Frottolas«, eine Musikgattung, die zu da Vincis Zeit an den oberitalienischen Fürstenhöfen entwickelt worden war, aber auch die sogenannte »Battaglia«, die mit ihren lautmalerischen Imitationen von Militärsignalen und Schlachtenklängen in jener Zeit besonders beliebt waren. Deren Aufnahme in das vorliegende Programm soll daran erinnern, dass da Vinci auch als Festungsbaumeister tätig war, eine Reihe von Kriegsmaschinen entworfen hat und zudem an Schlachtengemälden arbeitete. Zudem ist mit »Amore sola mi fa remirare« auch ein Originalstück da Vincis zu hören. Ein Album voll hörenswerter Entdeckungen!

Cecile Kempenaers, Sopran
Harry van Berne, Tenor
Capella de la Torre
Katharina Bäuml, Oboe, Leitung




Capella de la Torre
Die Capella de la Torre versammelt Musiker, die sich als Spezialisten für historische Aufführungspraxis einen Namen gemacht haben. Die reiche und bislang zu wenig beachtete Musik aus Mittelalter und Renaissance mit professionellem Anspruch zur Aufführung zu bringen und damit wieder direkt erfahrbar zu machen, bildet den Leitgedanken des Ensembles.

Der Name „de la Torre“ ist auf zweierlei Weise zu verstehen: Die Gruppe widmet sich im Besonderen der Musik für historische Blasinstrumente wie Schalmei, Pommer, Dulzian, Posaune und Zink, zeitgenössisch als „Capella Alta“ bekannt. Anfang des 16. Jahrhunderts komponierte der Spanier Francisco de la Torre das wohl berühmteste Stück für eine solche Besetzung, seine „Danza Alta“. Neben dieser Hommage an den Komponisten ist der Name aber auch ganz wörtlich zu verstehen: „De la Torre“ bedeutet übersetzt „vom Turme“. Bläsergruppen, in Spanien Ministriles genannt, musizierten häufig von Türmen oder Balkonen herab bei Festen und anderen offiziellen Veranstaltungen. So gibt es bis heute in vielen Städten die „Torres de los Ministriles“, und auch Francisco de la Torre hatte seinen Namen sicherlich nicht zufällig.

Capella de la Torre pflegt jedoch nicht nur die spanische Musik, sondern widmet sich den in ganz Europa verbreiteten „Hauts Instruments“, also den „lauten Instrumenten“. Mit „laut“ ist nach der mittelalterlichen Bedeutung weniger das Tonvolumen gemeint, als das Überwältigende und Eindrucksvolle. Die Macht der Musik ist es, die die Menschen von damals bis heute begeistert. In diesem Sinne will das Ensemble die musikalische Tradition von Ministriles, Piffari und Stadtpfeiffern wieder aufnehmen.

Zum virtuosen und gepflegten Spiel von Schalmei, Pommer und Dulzian gehört auch die Modulation der Lautstärke. Das Ensemble wird deshalb durch Gesang, Flöten, Orgel und Laute ergänzt. Zum Repertoire gehört, in verschiedenen Programmen realisiert, die weltliche und geistliche Musik des 14. bis 17. Jahrhunderts. So lassen die Spieler und Sänger den musikalischen Glanz ferner Zeiten wieder aufscheinen.

Die Besetzung der Capella de la Torre vorwiegend mit historischen Doppelrohrblattinstrumenten stellt eine in der heutigen Musikszene wenig gepflegte Praxis dar, die in Deutschland als einzigartig angesehen werden kann. Seit seiner Gründung im Jahre 2005 hat das Ensemble mehrere CD Einspielungen vorgelegt, außerdem gibt es zahlreiche Radiomitschnitte (DLR, RBB, MDR).

Katharina Bäuml
geboren in München, studierte zunächst moderne Oboe bei Klaus Becker, Hannover, Rainer Herweg, Hamburg, und Winfried Liebermann, Mannheim, wo sie ihr Diplom „mit Auszeichnung“ ablegte. Ihre Liebe zur Barockmusik und die Begeisterung für die historische Aufführungspraxis bewogen sie daneben zum Studium der Barockoboe und historischer Rohrblattinstrumente bei Renate Hildebrand (Hamburg) und Katharina Arfken (Schola Cantorum, Basel). Auch dieses schloss sie „mit Auszeichnung“ ab. In Meisterkursen u.a. bei Ku Ebbinge, Alfredo Bernardini, Paul Dombrecht und Bruce Haynes spezialisierte sie sich weiter in verschiedenen Bereichen der Alten Musik. Katharina Bäuml ist nicht zuletzt wegen ihrer großen Bandbreite, angefangen bei Renaissance-Instrumenten wie Schalmei und Pommer, über romantische, klassische und barocke bis hin zur modernen Oboe, eine gefragte Musikerin. So spielte sie z.B. unter Claudio Abbado, Pierre Boulez, Gottfried von der Goltz, Andrea Marcon, Marc Minkowski, Ludger Remy, Michael Schönheit und Monica Huggett, in Ensembles wie dem Orquesta Barroca de Sevilla, Musica Fiata, Les Musiciens du Louvre und der Akademie für Alte Musik Berlin. Ihr besonderes Interesse an der spanischen Renaissancemusik findet ihren Ausdruck in der Arbeit mit der Capella de Ministrers und den Ministriles de Marsias. 2005 gründete sie das Ensemble „Capella de la Torre“, welches sich besonders der Musik des 15.-17. Jahrhunderts widmet. Zahlreiche CD- und Radio-Produktionen mit verschiedenen Orchestern dokumentieren ihre große musikalische Bandbreite. Zusammen mit der Akkordeonistin Margit Kern gründete Katharina Bäuml 2011 das Duo Mixtura, das Musik der Renaissance mit zeitgenössischer Musik kombiniert www.ensemble-mixtura.de

Katharina Bäuml gibt Kurse an den Musikhoschschulen in Genf und Hannover und unterrichtet in Berlin.

Booklet for Soundscape - Leonardo da Vinci

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