Tomorrow Comes The Harvest Tony Allen & Jeff Mills

Album info

Album-Release:
2018

HRA-Release:
27.09.2018

Label: Decca Records France

Genre: Jazz

Subgenre: Nu-Jazz

Album including Album cover

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  • 1Locked And Loaded (Edit)04:53
  • 2The Night Watcher (Edit)04:53
  • 3On The Run (Edit)05:04
  • 4The Seed (Edit)04:00
  • 5The Night Watcher (Instrumental / Edit)04:30
  • 6Locked And Loaded07:47
  • 7The Night Watcher07:52
  • 8On The Run08:08
  • 9The Seed07:10
  • 10The Night Watcher (Instrumental)07:55
  • Total Runtime01:02:12

Info for Tomorrow Comes The Harvest

Den Beat festnageln, sich "in den Beat einschließen", ohne Gefangener des Beats zu werden - kaum ein anderer versteht dieses musikalische Handwerk besser als der Techno-Pionier Jeff Mills: "Nicht aufs Tempo anderer Musiker angewiesen zu sein, wenn ich live eine Drum Machine und elektronische Effekte benutze, das kann schon eine befreiende Erfahrung sein", erklärt er. "Wir sind dann nicht mehr von einer stur durchlaufenden Zählzeit aneinandergebunden, und ich kann mein Instrument spielen, mit der Maschine sprechen, anstatt einfach nur ein Pattern zu programmieren und auf Play zu drücken. Bevor ich mit Tony kreativ werden konnte, musste ich erst diese Arbeitsweise entwickeln. Wir machen beide unser Ding, aber wir können es auch gemeinsam machen."

Um sich definitiv von der Tyrannei des Sequenzers zu befreien, hätte Mills keinen besseren Partner finden können als den Vater des Afrobeats. Viele Musikkenner halten Tony Allen für einen der größten lebenden Schlagzeuger. Sein musikalischer Stil - ein von Hand gemachter Mix aus nigerianischen Roots, polyglottem Jazz und entspannter Funkiness - den er sowohl mit absoluter Lockerheit als auch absoluter Präzision darbietet, hat sich in den letzten dreißig Jahren viral in der Welt verbreitet, die Arbeit so unterschiedlicher Künstler wie Damon Albarn, Charlotte Gainsbourg und Moritz Oswald bereichert.

Mills seinerseits ist ein Titan in der elektronischen Dance-Szene, ein unermüdlicher Erneuerer, Geburtshelfer des Detroit-Technos der 1980er-Jahre. Danach wurde Mills, inspiriert vom Futurismus und der Raumfahrt, zum Komponisten elektronischer Symphonien, von Soundtracks und Klangreisen. Hier arbeitete er mit bildenden Künstlern, Choreographen, Klassischen Orchestern, sogar Astronauten zusammen. Die Kollaboration mit Tony Allen ist nun ein neues, ganz besonderes rhythmisches Zwiegespräch in seinem lang und sorgfältig aufgebauten Diskurs. "Wir arbeiten zusammen, um gemeinsam etwas Größeres zu erreichen", sagt er. Der Dialog gehe über die Musik hinaus, auch gedanklich und spirituell haben sie eingehend miteinander kommuniziert, so Mills.

Auch Allen, der in seiner langen Karriere mit verschiedenen Electro-Künstlern kollaboriert hat, schlug ein neues Kapitel auf. Anders als bei den bisherigen Co-Produktionen war hier für ihn, dass "Jeff mit mir spielen kann, während die Anderen dies nicht konnten. Da hatte nur ich einen Spielraum, sie nicht."

Letztendlich lief alles darauf hinaus, die Eins zu finden. Aufgewachsen mit der rauen Komplexität des traditionellen westafrikanischen Trommelns und seiner anspruchsvollen Neu-Interpretation durch die amerikanischen Be-Bop-Drummer der 1940er- und '50er-Jahre ("Mein Held Art Blakey sandte die Beats meiner Heimat poliert zurück"), entdeckte Allen schon vor langer Zeit, dass diese 'Eins' an überraschenden Orten auftauchen kann. "Mit Jeff war es einfach", kommentiert er. "Ich sagte ihm, das Pattern sei manchmal auf dem Kickpedal der Bassdrum, gelegentlich auch auf der Snare. Er weiß, wo die Eins ist. Er kann zählen." Die wichtigste Lektion, die Mills von Allen gelernt hat war, dass "die Eins überall ist".

Im Dezember 2016 debütierten sie im Pariser Jazz- und Worldbeat-Club New Morning. Seitdem haben sich die Live-Shows von Allen und Mills – unterstützt von den Moogs und Synthies des französischen Keyboarders Jean-Philippe Dary – zu unvergleichlichen Rhythmus-Gipeltreffen entwickelt, einer Gelegenheit, die ideenreichsten Beat-Schmiede der Welt bei der Arbeit zu erleben und zu hören, wie bei Allen und Mills die Vergangenheit und die Zukunft zu einem nahtlosen intensiven Jetzt verschmelzen, wo digital und analog, Jazz und Electro, Afrika und Amerika, die Quelle und das Delta eins werden. "Möglicherweise haben wir wirklich etwas Neues gemacht", räumt Tony ein.

Könnte die afrikanische Musik wirklich so zukunftsweisend sein, wie es Damon Albarn einmal behauptete? "Kommt darauf an", meint Jeff. "Vielleicht kurzfristig. In tausend Jahren? Nein." Dann werde das Individuum außerhalb der gängigen kontinentalen und staatlichen Grenzen existieren. Jede Person werde ein unabhängiger Staat sein, frei von räumlichen Markierungen und Volkszugehörigkeit. "Sie werden einfach von der Erde kommen, so wie andere vom Mars."

"Afrika ist voller Musik", kommentiert Tony die Frage: "VOLLER MUSIK! Weil wir so viele verschiedene Sprachen sprechen und verschiedene Kulturen haben, und jede afrikanische Kultur hat ihre eigene Musik. Nicht wie im Westen, wo es übergreifend irgendeinen Stil gibt, dem jeder nachläuft."

In mancherlei Hinsicht haben Allen und Mills bereits ihren souveränen, eigenen Staat geformt, in dem Improvisation und kreativer Instinkt regieren. Ja, er ist in Afrika verwurzelt, aber wie die Musik Art Blakeys geht er über Afrika und Amerika hinaus, übersteigt die Kraftfelder der Geschichte und die technologischen Strukturen.

"Wir leben heute in einer Zeit, in der es leichter ist, Antworten zu bekommen und Fakten zu finden", meint Mills. "Es kann aufregend sein, so viel greifbare Information, quasi auf der Fingerkuppe zu haben. Ich denke jedoch, dass wir in unserem Bestreben perfekter zu werden, vorsichtig sein sollten. Wir könnten zu dem Schluss kommen, dass die menschlichen Fähigkeiten überholt wären, nicht mehr gut genug, deshalb unakzeptabel. Während wir weiter in unserer Entwicklung gehen, wird sich unser menschliches Design, unser Konzept verändern. Die alltägliche Technologie wird unsichtbar. Die Natur wird die Erde zurückfordern. Die Menschen werden lernen, sich anzupassen, oder sie müssen versuchen, diesen Ort zu verlassen. Der Planet dreht sich rücksichtslos weiter."

Vorerst, auf der nun vorliegenden Drehscheibe, nein, Schallplatte, fordert die Natur den Beat zurück, und die Maschinerie wird unsichtbarer, unaufdringlich. Niemand kann die Zukunft voraussagen. Ebenso wenig wie die Musik von Tony Allen und Jeff Mills den Hörer in einen klar definierten Zustand versetzen muss. Es ist spannend, bei diesen beiden Großmeistern der Eins an Bord zu gehen, die Rückenlehne hoch zu stellen und kühn mit ihnen zum Herzen ihrer rhythmisch pulsierenden Welt aufzubrechen, auf eine Reise ins Neue, Unbekannte.

Jeff Mills, drum machines, synthesizers
Tony Allen, drums
Jean-Phi Dary, keyboards

Recorded live in Paris at Studio CBE
Mixed by François Kevorkian and S. Vaughan Merrick à NYC




Jeff Mills
is considered the most brilliant DJ and producer of Techno Music in the World. He is the most recognized representative figure of Detroit Techno , where he began his career as a DJ on the WDRQ radio in 1984. He has created with “Mad Mike Banks” the collective “Underground Resistance”, which became a reference in the electro sphere. In 1992, Jeff Mills created his own label in Chicago :with “Axis”, he could keep his artistic independence and produce his own timeless electronic music compositions, inspired of science fiction. Jeff Mills’ artistic career goes much further than techno music. For over a decade, he’s been transcending disciplines with a large number of collaborations in contemporary art. Interested in cinema and attracted by images, Jeff Mills started working, in 2000, on the fusion of image and sound. In 2000, he created and presented at the Centre Pompidou a new sound track for the film “Metropolis” by Fritz Lang. A year after, he created “Mono”, an installation inspired by the movie “2001, a Space Odyssey”, by Stanley Kubrick. In 2004, Jeff Mills produced the DVD “Exhibitionist” which presents DJ sets filmed from various angles (from front, top and side). At that same period, he acquired a new tool, the DVJ-X which allowed him to manipulate image and sound together paving the way into the Art World. In 2005, Jeff Mills made, for MK2, a new sound track for the silent movie “Three Ages” by Buster Keaton, and created a serie of 6 video art works presented in Paris at the Galerie Georges-Philippe et Nathalie Vallois and at the « rendez-vous vidéo » of the Musée des Beaux-Arts in Rouen. Jeff Mills continued this work period with a production on Josephine Baker, presented during the FIAC 2005 in the Grand Palais. On July 2nd 2005, Jeff Mills played together with the Philharmonic Orchestra of Montpellier, for the 20th anniversary of the Pont du Gard's inclusion in the world heritage list by UNESCO. Together with the orchestra, Jeff Mills performed his own compositions, orchestrated by Thomas Roussel for this occasion. In 2007, he was invited by the movie director Claire Denis to create the sound environment of the exhibition « Diaspora » at the musée du quai Branly in Paris.. That same year, Jeff Mills received the title of « Chevalier des Arts et des Lettres» from the French ministry of Culture. In 2008, Jeff Mills was commissioned to create a comtemporary installation for 100 Year Anniversary of the Futurist Manifesto at the Pompidou Center. At the Sonar Festival in Barcelona, Jeff Mills and « Mad Mike Banks » were together again for an historical performance called « X-102, Rediscovers the Rings of Saturn », mixing video and music. Always busy, Jeff Mills is involved in numerous projects at this time. The next event: For the 100 Year anniversary of the famous director, Cecil B. DeMille, he'll perform a Cinenamix at the French Cinematheque in Paris April 2nd. Go to www.axisrecords.com for more info.

Tony Allen
is one of the greatest drummers on the planet - the man who created Afrobeat with Fela Kuti. 24 years after leaving Fela's band he remains a restless and potent trail blazer for new African musical adventures.

Tony Allen's small and wiry frame contrasts with the powerful and transcendent force he radiates. On stage, behind that massive drum kit he's serenely controlling the band. Compulsively watchable, you don't want to miss a beat. 'Sir' Victor Olayia (aka Evil Genius of Highlife) was the man who lit Tony's fuse. His band, the Cool Cats, gigged around Nigeria throughout the 50's in the wake of Mensah Highlife hysteria. He always had an eye for young talent. A certain Fela Ransome Kuti had sung with him for a couple of years, before he left for London to study music. Tony hung out with the Cool Cats and started playing claves. His big chance came when the drummer left and their new leader Sivor Lawson offered him the sticks.

Then in 1964, a guy came round and asked him to come and audition for a Jazz DJ at Nigeria Broadcasting, some cat called Fela Kuti, who was looking for the right drummer for his jazz-highlife band, Koola Lobitos. Fela was just back from 4 years of studying Music Theory and trumpet at Trinty College, London. He'd also got bitten real bad by the jazz bug while he was there. 'That's why he wanted me. After the audition Fela said, 'How come you are the only guy in Nigeria who plays like this - Jazz and Highlife? ' 'Fela used to write out the parts for all the musicians in the band (Africa '70). I was the only one who originated the music I played. He tried to write it for me but we both knew it didn't sound so good that way. Fela said I sound like 4 drummers.'

After Tony's departure from the band in the mid 70's he joined an all drummer show with Khofi Ghanaba at National Theatre in Lagos, checking out his roots and then he cut the still compelling No Discrimination album. The '80's saw him playing with King Sunny Ade in London, Ray Lema in Paris and releasing his own Afrobeat gem, NEPA. The '90's saw him working on the dub soaked, future Afrobeat of the Black Voices album for far sighted and hip Comet Records, produced by Doctor L, incendiary DJ and pillar of the Parisian electronica elite. As the new century came round, Tony gave us the deconstructed jazzy Afrobeat of Psycho On Da Bus.



This album contains no booklet.

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