Relaxin' in Ireland Julian & Roman Wasserfuhr

Cover Relaxin' in Ireland

Album info

Album-Release:
2018

HRA-Release:
25.10.2018

Label: ACT Music

Genre: Jazz

Subgenre: Contemporary Jazz

Album including Album cover Booklet (PDF)

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Formats & Prices

FormatPriceIn CartBuy
FLAC 96 $ 15.30
  • 1Cello Bello04:09
  • 2Drunken Sailor04:35
  • 3Lettercollum02:49
  • 4Moondance04:32
  • 5Knot in the Belly04:59
  • 6Moon over Ireland04:36
  • 7Später Bess04:45
  • 8Clair03:41
  • 9Schnaff03:10
  • 10Tears04:45
  • 11Lost in Time04:47
  • 12You Are a Friend of Mine03:07
  • 13Your Green Eyes04:23
  • Total Runtime54:18

Info for Relaxin' in Ireland

Der Albumname ist Programm: „Relaxin‘ in Ireland“ ist der ganz persönliche, in Noten umgesetzte Blick der Wasserfuhrs auf die grüne Insel im Atlantik. Ein Album, das immer wieder irisches Lebensgefühl durchschimmern lässt und davon erzählt, was die Umgebung von West Cork mit dem Trio im Moment des musikalischen Schaffens gemacht hat.

Musik entsteht nie im luftleeren Raum. Orte, an denen sie gespielt wird, inspirieren und prägen ihren Ausgang, als wären sie ein weiteres Instrument. Es ist dieser kreative Anreiz, den Produzent Siggi Loch immer wieder für Julian und Roman Wasserfuhr sucht, um deren Spiel in einen neuen Kontext zu stellen. Vorher ungeahnte musikalische Blickwinkel werden so geöffnet. Nach ihrer musikalischen Reise ins schwedische Göteborg (2009) und der mitreißenden New York-Session im urbanen Brooklyn (2017) sind die zwei Brüder aus dem beschaulichen Hückeswagen bei Köln nun zu dem Lettercollum Studio von John Fitzgerald in der Region Cork gereist. An der Südküste Irlands gelegen bietet dieses normalerweise einen Hideaway für viele irische und englische Rockstars.

Erstmals mit dabei, der Cellist Jörg Brinkmann: „Auf Bass und Schlagzeug zu verzichten, gibt uns mehr Entfaltungsmöglichkeiten, es bringt eine größere harmonische Freiheit mit sich und erlaubt uns, in weiten Spannungsbögen zu denken. Die Musik schwebt dadurch mehr“, erklärt Julian das neue Spielkonzept im Trio.

Aber warum gerade Irland? „Das Studio in the middle of nowhere direkt am Meer gelegen bot uns ideale Voraussetzungen, kreativ zu werden. Für die Jahreszeit waren es ungewöhnlich schöne Tage, fast schon mediterran. Das versetzt einen dann schon mal in die richtige Stimmung. Irland war für Julian und mich immer schon ein Ort, den wir bereisen wollten. Die Kultur und die Lebensfreude der Iren haben uns imponiert. Dort in die Pubs zu gehen und zu sehen, wie lebendig, unbekümmert und vor allem wie unvoreingenommen miteinander musiziert wird, das fanden wir beeindruckend“, erklärt Roman. „Und schließlich ist der irische Songschreiber und Sänger Gilbert O’Sullivan ein Künstler, dessen Musik wir sehr schätzen“, ergänzt Julian.

Natürlich spielen die Wasserfuhr-Brüder mit Jörg Brinkmann keine irische Volksmusik, aber der Name des Albums ist Programm: hier erklingt der typische Wasserfuhr-Sound mit einer entspannten Spielhaltung, die immer wieder irisches Lebensgefühl durchschimmern lässt. Ganz subtil gibt es aber auch melodische und harmonische Wendungen aus der irischen Musik zu entdecken oder, ganz konkret, direkte Bezüge: Eine Interpretation des O'Sullivan Hits „Clair“ sowie „Moondance“ des vielleicht berühmtesten Musikers Irlands, Van Morrisson. Schließlich entstand das Stück „Lettercollum“ unter dem unmittelbaren Eindruck der Irland Reise.

„Relaxin‘ in Ireland“ ist der ganz persönliche, in Noten umgesetzte Blick der Wasserfuhrs auf die grüne Insel im Atlantik. Es ist aber auch ein Album, das davon erzählt, was die Umgebung von West Cork mit dem Trio im Moment des musikalischen Schaffens gemacht hat.

Julian Wasserfuhr, Trompete, Flügelhorn
Roman Wasserfuhr, Klavier
Jörg Brinkmann, Cello

Recorded by John Fitzgerald at Lettercollum Recording Studios West Cork, Ireland, June 25 - 27, 2018
Additional recordings by Roman E. Wasserfuhr at Schnaff Recording Studios, July 03 - 06, 2018
Mixed and mastered by Klaus Scheuermann, July 2018
Produced by Siggi Loch with the artists



Julian & Roman Wasserfuhr:
Welcher Trompeter hat schon seinen eigenen Klavierspieler zu Hause? Und welcher Pianist muss seinen Solisten nur im Nachbarzimmer suchen? Die beiden Brüder Roman und Julian Wasserfuhr genießen diesen Luxus. Und wir sind die Glücklichen, die hören dürfen, was in diesem Familienhaushalt musikalisch so alles entsteht. Und das ist allerhand – zumal die beiden fast noch Teenager sind!

Seit ihrem Debüt Album „Remember Chet“ (2006), mit dem der damals erst 17-jährige Julian Wasserfuhr in die Fußstapfen Chet Bakers schlüpfte, avancierten die Wasserfuhr-Brüder aus dem beschaulichen oberbergischen Dorf Hückeswagen zu Ausnahmeerscheinungen des Young German Jazz. Eine solch unglaubliche und verblüffende Reife eines jungen Trompeters hatte man lange nicht gehört. Nicht minder beeindruckend war die Souveränität, mit der Julians gerade mal drei Jahre älterer Bruder Roman am Klavier nahezu symbiotisch begleitete. „Am Anfang einer Karriere steht Epigonentum”, befand einst der Trompeter Manfred Schoof: Und so arbeiteten sich die beiden Brüder zunächst am Vorbild ab, denn erst die Auseinandersetzung mit der Tradition bildet die Grundlage für ein eigenes Œuvre.

Auf unzähligen Konzerten erspielten sich die Wasserfuhr-Brüder schnell ein breites Publikum und einen Namen in der Szene. „Upgraded“ hieß dann logischerweise ihr zweites Album (2009): Von der Provinz in ein internationales Umfeld, mit den Jazzstars Nils Landgren und Lars Danielsson legten sie bei der Aufnahmesession in Göteborg das Etikett „Young German“ ab und stiegen in die erste Liga des deutschen Jazz auf.

Nun folgt „Gravity“: Das Album erzählt davon, wie wichtig die Bodenhaftung ist, wenn der Karriere Flügel wachsen. Es geht um die Schwerkraft und ihre Überwindung: Man muss geerdet sein, festen Boden unter den Füßen haben, um abheben zu können. Was die Musik der Wasserfuhr-Brüder so besonders macht, ist ihr Mut zu bezaubernder Schlichtheit, ihr absolutes Vertrauen in die Melodie und ihr Gefühl für Lyrik und innere Spannung. Bemerkenswert für die jungen Musiker ist der Verzicht auf jede unnötige Effekthascherei. „Das muss man sich trauen. Zu bewundern ist dann das Gegenteil von Angeber – Jazz“, merkt der bekannte deutsche Schauspieler Matthias Brandt in seinen Liner Notes zum Album an.

Als Arrangeur und prägender Begleiter führt Roman musikalisch Regie. Julian ist als tragender und träumender Solist der Hauptdarsteller. Handwerkliches Können und instrumentale Virtuosität werden nicht wahllos zur Schau gestellt, sondern ganz im Dienste des Songs und für den für die Wasserfuhrs so typischen Transport von Emotionen eingesetzt.

Booklet for Relaxin' in Ireland

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