Mary Queen Of Scots (Original Motion Picture Soundtrack) Max Richter

Cover Mary Queen Of Scots (Original Motion Picture Soundtrack)

Album info

Album-Release:
2018

HRA-Release:
07.12.2018

Album including Album cover Booklet (PDF)

I`m sorry!

Dear HIGHRESAUDIO Visitor,

due to territorial constraints and also different releases dates in each country you currently can`t purchase this album. We are updating our release dates twice a week. So, please feel free to check from time-to-time, if the album is available for your country.

We suggest, that you bookmark the album and use our Short List function.

Thank you for your understanding and patience.

Yours sincerely, HIGHRESAUDIO

  • 1The Shores Of Scotland01:52
  • 2Elizabeth's Portrait03:40
  • 3A Claim To The Throne03:05
  • 4If Ye Love Me02:11
  • 5My Crown02:51
  • 6The Poem02:23
  • 7Darnley's Visit02:05
  • 8The Wedding02:44
  • 9Knox03:14
  • 10The Hilltop01:55
  • 11Rizzio's Plea01:48
  • 12The Ambush02:06
  • 13Pray For Me05:50
  • 14A New Generation02:48
  • 15Darnley's Dismissal03:43
  • 16Outmaneuvered05:27
  • 17The Assassination02:29
  • 18Finale08:24
  • Total Runtime58:35

Info for Mary Queen Of Scots (Original Motion Picture Soundtrack)

Machtkampf zweier Monarchinnen: Max Richters neue Musik zum Film "Maria Stuart, Königin von Schottland": Eingespielt mit einem hundertköpfigen Orchester und einem Chor, klingt der Soundtrack zu "Mary Queen of Scots", zu dt. „Maria Stuart, Königin von Schottland“, wuchtig, gewaltig und monumental.

Auch wenn die nächste Oscar-Verleihung erst im Februar 2019 ist, fährt die Filmwelt jetzt schon in Erwartung ihres wichtigsten Branchenereignisses zu Hochform auf. Auf den Festivals in Venedig und Toronto haben die Studios ihre Favoritinnen bereits ins Rennen geschickt. Zwei kommen aus dem neuen britischen Historiendrama "Maria Stuart, Königin von Schottland". "Mit Saoirse Ronan und Margot Robbie dürften schon jetzt zwei Kandidatinnen für den Oscar 2019 als Beste Hauptdarstellerin feststehen", kommentierte das Magazin Filmstarts.de. Den Soundtrack der Big-Budget-Produktion schrieb mit Max Richter ebenfalls ein Hauptakteur-, der bekannteste lebende Komponist in der heutigen Klassik-Szene.

Richters Score untermalt eine Reise ins Zeitalter der Renaissance und Reformation: Europa, im 16. Jahrhundert: die Entdeckung Amerikas liegt noch nicht lang zurück, und der Handel blüht – heute würde man Globalisierung dazu sagen. Katholiken und Protestanten ringen um die Macht. Mit Zweck-Heiraten stecken die Königshäuser ihre Reviere ab. Als ihr Ehemann Franz II. 1559 den Thron Frankreichs besteigt, wird seine erst 16jährige Gemahlin Maria Stuart (Saoirse Ronan) automatisch die rechtmäßige Königin ihres Heimatlands Schottland. Als ihr Gatte zwei Jahre später stirbt, kehrt sie dorthin zurück. In Schottland regiert jedoch bereits ihre Cousine Elizabeth I. (Margot Robbie). Der Machtkampf der beiden rothaarigen Rivalinnen mündet in einen Krieg.

Wer den Film "Elizabeth, das Goldene Königreich" (2007) mit Cate Blanchett kennt, kann sich hier die Geschichte aus einer anderen, insbesondere feministischen Perspektive anschauen. Die Regisseurin Josie Rourke – gefeiert in der Theaterwelt – stellt in ihrem Biopic heraus, wie die beiden eigentlich schwesterlich miteinander verbundenen Königinnen als Marionetten machtgeiler Männer missbraucht werden. Das Drehbuch schrieb mit Beau Willimon ("House of Cards") ein Meister des Polit-Thrillers. Es basiert auf der viel beachteten Biografie "Queen of Scots: The True Life of Mary Stuart" von John Guy, die Stuarts Skandal-Image revidiert.

Entwarnung: Richter verzichtet in der Musik von "Mary Stuart" auf Dudelsäcke: Stattdessen ist dies ein Opus mit Trommel und keltischer Harfe geworden. Eingespielt mit einem hundertköpfigen Orchester und 12-Stimmen-Chor, klingt es wuchtig und gewaltig, vor allem im Theme-Song "A New Generation", der majestätisch durch den Soundtrack schreitet. Richter rundet hier seine persönliche moderne musikalische Handschrift mit Anleihen aus dem 16. Jahrhundert ab. Er habe der weiblichen Stimme einen großen Stellenwert gegeben, sagte der preisgekrönte Neo-Klassiker (international über 20 Mal nominiert) dem Magazin Variety. Die Auftritte Marias untermalt eine Alt-Oboe. Zunehmend düster klingende Marschtrommeln schlagen auf ihrem Weg zur Niederlage den Takt. Auf der Suche nach Authentizität experimentierte der Londoner Komponist mit dem Klang der Gambe (Vorläuferin der Violine), den er schließlich in eine "elektronische Wolke aus Gamben" prozessierte, was wieder sehr modern klingt, fast schon wie Richters Beitrag zum Ambient-Gothic-Genre. Zum Ende steuert er sicher in den wunderbaren Klang-Hafen des gregorianischen Chorals. Der Score fuße auf der Geometrie und den Gesten der Renaissance-Musik, er sei eine Gratwanderung zwischen Zeitgemäßem und historisch Authentischem, so Richter gegenüber Variety. Er wollte Klänge der Zeit wachrufen ohne zum Zeit-Touristen zu werden. Im Herbst 2018 gewann Max Richter mit der Musik von "Maria Stuart" bereits einen Hollywood Music in Media-Award. Wer weiß, womöglich braucht er im Februar wieder ein Ticket nach Hollywood, zur 92. Verleihung der Academy-Awards.




Max Richter
Ein außergewöhnlicher Komponist, Pianist, Produzent, Remixer und Teamkollege: Max Richter entzieht sich jeder Definition. Er mag ein Rätsel sein, unbestreitbar aber ist er einer der produktivsten Künstler seiner Generation.

Gleichermaßen inspiriert von den Beatles und von Bach, von Punk Rock und Ambient, verschmilzt Richter barocke Schönheit mit minimalistischer Methodik, klassische Orchestrierung mit moderner Technologie.

Sein gewaltiges Oeuvre umfasst Konzertmusik, Opern, Ballette, Kunst- und Video-Installationen, Musik für Film, Theater und Fernsehen sowie eine Reihe viel gepriesener Solo-Alben, die Dichtung und Literatur einbeziehen.

Zu seinen jüngsten Herausforderungen gehörte es, eines der bekanntesten Werke aus dem klassischen Standardrepertoire – Vivaldis Vier Jahreszeiten – zu nehmen und für das 21. Jahrhundert »neu zu komponieren«.

In Deutschland geboren und als kleiner Junge nach Großbritannien übersiedelt, erhielt Max Richter schon früh Klavierunterricht. Seine rasch wachsende Kenntnis der klassischen Musik fand ein Gegengewicht durch seine Entdeckung des Punk Rock: eine Entdeckungsreise, die ihren weiteren Verlauf über Stockhausen und die amerikanischen Minimalisten nahm.

Er studierte an der Universität von Edinburgh, ging dann an die Royal Academy of Music und schloss sein Studium in Florenz bei dem einflussreichen Avantgarde-Komponisten Luciano Berio ab. »Ich hatte eine sehr klassische musikalische Ausbildung, interessierte mich aber ungeheuer für das, was Anfang der 1980er um mich herum in Großbritannien lief – und das waren Electronica und Punk«, berichtet er. »Die ersten Gigs, die ich besuchte, waren The Clash und Kraftwerk, als ich 14 war. Mir gefiel die ursprüngliche Energie des Punk, aber zur selben Zeit studierte ich ernsthaft klassische Musik und baute in meinem Zimmer mithilfe des Lötkolbens analoge Synthesizer. Für mich flossen all diese Dinge schon immer zusammen.«

Dies sind die unterschiedlichen Einflüsse in Richters Musik: die minimalistische Ästhetik, deren Spur von den Komponisten der frühen 1960er (Reich, Glass) bis zum Punk Rock und Brian Enos Erfindung des Ambient in den 1970ern führt; eine formelle klassische Ausbildung und die Experimente der Avantgarde; die Collage-Techniken elektronischer Tanzmusik und die aktuelle kannibalistische Remix-Kultur.

Richter begann seine Karriere als Gründungsmitglied von Piano Circus, einer modern orientierten klassischen Gruppe, die Werke von Steve Reich, Arvo Pärt, Philip Glass und Brian Eno spielte und auch in Auftrag gab. Er blieb dort 10 Jahre, in denen die Gruppe fünf Alben herausbrachte. Dabei führte er allmählich elektronische Elemente ein und entdeckte Klänge – Bausteine für eines seiner späteren Markenzeichen.

Es folgte eine Zeit der Zusammenarbeit mit den beiden Elektronica-Musikern The Future Sound of London(1996–98) und den Gewinnern des Mercury Music Prize Roni Size and Reprazent (2000). Allein begann Richter dann die Arbeit an einem Projekt, das sein erstes »Solo«-Album werden sollte: das Orchesterwerk Memoryhouse (2002), das elektronische Klänge, Aufnahmen und menschliche Stimmen einbezog. Es wurde später als Soundtrack der BBC-Dokumentation Auschwitz – The Nazis And The Final Solution (2005) verwendet, die Konzert-Uraufführung fand Anfang 2014 im Barbican Centre statt.

Sein nächstes Album, The Blue Notebooks (2004), war sein erstes für Fat Cat Records. Die Schauspielerin Tilda Swinton liest darin Texte von Kafka. »Ich schickte Fat Cat mein Demo unter anderem, weil ich das erste Album von Sigur Rós gehört hatte, und es klang für mich wie Arvo Pärt mit Gitarren«, erklärt er. »Ich wusste also, ich würde dort gut aufgehoben sein.«

Es folgten das Album Songs From Before (2006), in dem Robert Wyatt Texte von Haruki Murakami liest, und ein Album mit Klingeltönen: 24 Postcards In Full Colour (2008).

Auf seinem jüngsten Solo-Album, Infra (2010), das von T. S. Eliots The Waste Land inspiriert ist, sind Klavier, elektronische Klänge und ein Streichquartett zu hören. Es ist eine erweiterte Fassung von Richters eigenem Werk für ein im Auftrag des Royal Ballet entstandenes Projekt mit dem Tänzer Wayne Mc Gregor und dem bildenden Künstler Julian Opie am Royal Opera House, Covent Garden. Richters Musik war Grundlage vieler anderer Tanzprojekte, darunter Stücke von Lucinda Childs, Nederlands Dans Theater, Ballet du Rhin, American Ballet Theatre, Dresdner Semperoper, Het Nationale Ballet in Amsterdam und Den Norske Opera & Ballett in Oslo. Zu seinen Auftragsarbeiten der letzten Jahre zählen die Kammeroper Sum nach dem erfolgreichen Buch von David Eagleman für das Royal Opera House, Covent Garden sowie Mercy, das Hilary Hahn in Auftrag gab.

In der Welt der bildenden Kunst hat Richter die Soundscape The Anthropocene für Darren Almonds Film-Installation in der Londoner Galerie White Cube komponiert (2010) und an zwei Projekten des Studios für Digitalkunst rAndom International mitgearbeitet: Musik für die Installationen Future Self (Berlin 2012) und Rain Room (London 2012/New York 2013).

Filmmusik schrieb er für den preisgekrönten Dokumentarfilm Waltz With Bashir (2007) des israelischen Regisseurs Ari Folman, und seine Kompositionen fanden Verwendung in über 30 anderen Filmen und Trailers von Regisseuren wie Martin Scorsese (Shutter Island, 2010), Clint Eastwood (J. Edgar, 2011), André Téchiné (Impardonnables, 2011), Ridley Scott (Prometheus, 2012) und Terrence Malick (To The Wonder, 2012).

Zudem hat er zwei Folk-Alben produziert: das Comeback-Album Lookaftering (2005) von Vashti Bunyan, der legendären Sängerin aus den 1960er-Jahren, sowie Rocking Horse (2008) der ehemaligen Sängerin von Sneaker Pimps, Kelli Ali.

Max Richter hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Europäischen Filmpreis in der Kategorie »Beste Filmmusik« (für Waltz With Bashir) und weitere Preise für seine Musik zu Lore und Die Fremde.

Darüber hinaus hat er kürzlich den renommierten ECHO Klassik-Preis für das Album erhalten, das im Zuge der Einladung von Deutsche Grammophon, Vivaldis Vier Jahreszeiten »neu zu komponieren«, entstand: ein Erfolgsprojekt, das breite Zustimmung fand und gerade erst mit zusätzlichen Remixes und Ambient-Interpretationen, von Richter als »Schatten« bezeichnet, sowie auf DVD als Konzertmitschnitt erneut herausgebracht wurde.

Richter nahm seine Lieblingspassagen aus dem Original und gestaltete sie als »neue Objekte«, indem er vertraute Bruchstücke in Schichten und Loops arrangierte, um ein Werk neu zu beleben, das durch übermäßige Verwendung in Fahrstühlen, Fernsehwerbung und Warteschleifen am Telefon an Wirkung verloren hatte. »Ich habe nur etwa 25 Prozent der Noten übernommen, aber Vivaldi-DNA ist überall vorhanden«, sagt Richter. »Ich bewahrte die Gesten und Formen, die Strukturen und die Dynamik. Es gibt ein bisschen Vivaldi und ein bisschen mein Fantasieren über das Original, ein lautes Nachdenken darüber.«

Richter ist überzeugt, dass dem Komponisten gefallen hätte, was er mit seinem 300 Jahre alten Werk gemacht hat. »Vivaldi war selbst wie ein Rockstar: ein faszinierender Geiger mit langem, rotem Haar, der ein Orchester von jungen Frauen leitete, das seine Musik spielte, und bei seinen Konzerten fielen manche Zuhörerinnen in Ohnmacht. Komponisten haben schon immer Werke von Kollegen neu gestaltet und entliehen, Vivaldi selbst auch, und daher glaube ich, dass er dieses Projekt mit einigem Wohlwollen betrachtet hätte.«

In der Folge seiner erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem gelben Label unterzeichnete Max Richter im März 2014 einen Exklusivvertrag mit Deutsche Grammophon. Jetzt kann das nächste Kapitel seiner bemerkenswerten Karriere beginnen ...

Booklet for Mary Queen Of Scots (Original Motion Picture Soundtrack)

© 2010-2018 HIGHRESAUDIO