Verbier Festival Best of 2014 Martha Argerich

Album Info

Album Veröffentlichung:
2015

HRA-Veröffentlichung:
24.07.2015

Das Album enthält Albumcover

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  • Alexander Scriabin (1872-1915): Piano Sonata No. 2 in G-sharp minor Op.19 'Sonata Fantasy'
  • 1Scriabin: Piano Sonata No. 2 in G-Sharp Minor, Op. 19: I. Andante08:36
  • 2Scriabin: Piano Sonata No. 2 in G-Sharp Minor, Op. 19: II. Presto04:35
  • Etudes op.8
  • 3Scriabin: 12 Etudes, Op. 8: No. 2 in F-Sharp Minor01:53
  • 4Scriabin: 12 Etudes, Op. 8: No. 11 in B-Flat Minor04:39
  • 5Scriabin: 12 Etudes, Op. 8: No. 12 in D-Sharp Minor02:23
  • Arvo Prät (1935-):
  • 6Pärt: Für Aline03:08
  • Frédéric Chopin (1810-1849):
  • 7Chopin: Barcarolle in F-Sharp Major, Op. 6009:25
  • Edward Nesbit (1986-):
  • 8Nesbit: To Dance on Sands - Creation for 8 cellos13:22
  • Pyotr Ilyich Tchaikovsky (1840-1893):
  • 9Tchaikovsky: Piano Concerto No. 1 in B-Flat Minor, Op. 23: III. Allegro con fuoco07:04
  • Rodion Shchedrin (1932-2015):
  • 10Shchedrin: Moscow-Petushki11:01
  • Ludwig van Beethoven (1770-1827):
  • 11Beethoven: Fidelio, Op. 72: Overture to Act 106:26
  • 12Beethoven: Fidelio, Op. 72, Act 1: Abscheulicher! Wo eilst du hin (Leonore)06:58
  • Hector Berlioz (1803-1869):
  • 13Berlioz: La Damnation de Faust, Op. 24, H. 111, Act 1: Hungarian March04:43
  • 14Berlioz: La Damnation de Faust, Op. 24, H. 111, Act 3: Merci doux cr?puscule (Faust)05:10
  • Giuseppe Verdi (1813-1901):
  • 15Verdi: Don Carlo, Act 3: Ella giammai m'amo (Filippo II)09:55
  • 16Verdi: Don Carlo, Act 4: Il Grande Inquisitor! (Il Conte di Lerma, L'Inquisitore, Filippo II)09:49
  • Total Runtime01:49:07

Info zu Verbier Festival Best of 2014

Faszination Verbier Festival: Live-Aufnahmen von 2014 zum 20. Geburtstag Klassische Musik vor der herrlichen Kulisse der Schweizer Alpen, ein mehr als zwei Wochen dauerndes sommerliches Stelldichein internationaler Stars, Hochkarätiges von der Sinfonik über das Konzert, von der Kammermusik bis zur Oper: Das ist das Festival von Verbier, das in jedem Sommer sein Publikum begeistert. 1994 gegründet, feierte das Verbier Festival im vergangenen Jahr 20-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass erscheint nun erstmals ein Live-Doppelalbum – mit Künstlern wie Martha Argerich, Evgeny Kissin, Daniil Trifonov, Daniel Hope, Marc Minkowski, Daniel Harding und Charles Dutoit.

Ein Schwerpunkt liegt auf russischer Klaviermusik – etwa mit Martha Argerich und Charles Dutoit bei einem vor Dramatik und Frische überbordenden Tschaikowsky-Klavierkonzert Nr. 1. Evgeny Kissin widmete sich Alexander Skrjabin mit dessen zweiter Sonate und Etüden. Beethovens Fidelio, Berlioz' Damnation de Faust und Verdis Don Carlo stehen für die stilistische Band-breite im Opernbereich - mit Solisten wie Ingela Brimberg, Charles Castronovo, Ildar Abdrazakov und Mikhail Petrenko. Ein besonderes Dokument ist der Mitschnitt von Rodion Shchedrins Orchesterwerk Moscow-Petushki (Die Reise nach Moskau), das im Auftrag des Verbier Festival entstand. Auch die Alte Musik hat ihren Platz im Festival, wie Daniel Hope & Friends mit einer Baroque Journey beweisen – einer Reise auf wenig bekannten Pfaden durch die Musik um 1700 mit den Komponisten Nicola Matteis, Johann Paul von Westhoff und Andrea Falconieri.

Evgeny Kissin, piano (Etudes op.8)
Daniil Trifonov, piano (Theme and Variations in F major Op.19 No.6)
Jan Lisiecki, piano (Lyric Pieces Op.12 No.1, Op.71 No.3)
Sergei Babayan, piano (Barcarolle Op 60)

To Dance On Sands for 8 cellos
Adrian Brendel, cello
Gautier Capuçon, cello
Lionel Cottet, cello
Amanda Forsyth, cello
Clemens Hagen, cello
Mischa Maisky, cello
Istvan Várdai, cello
Kyril Zlotnikov, cello

The Piano Concerto No. 1 in B-flat minor, Op. 23
Martha Argerich, piano
Verbier Festival Orchestra
Charles Dutoit, conductor

A Baroque Journey with Daniel Hope and Friends
Daniel Hope, violin
Jonathan Cohen, cello
Emmanuele Forni, theorbo
Michael Metzler, percussion
Naoki Kitaya, harpsichord

Moscow-Petushki Dramatic Fragment for Orchestra
Verbier Festival Chamber Orchestra
Gábor Takács-Nagy, conductor

Fidelio op.23
Ingela Brimberg (Leonore)
Verbier Festival Chamber Orchestra
Marc Minkowski, conductor

La Damnation de Faust
Verbier Festival Orchestra
Charles Dutoit, conductor

Don Carlo, acts III and IV (version in 4 acts, Milan 1884)
Mikhail Petrenko (L’inquisitore)
Chad Kranak (Il Conte Di Lerma)
Verbier Festival Orchestra
Daniel Harding, conductor


Martha Argerich
gehörte von Anfang an zu den Begünstigten des musikalischen Schicksals. Am 5. Juni 1941 in Buenos Aires geboren, wurde ihr Talent früh erkannt und gefördert. Ihr erstes Konzert gab sie im Alter von vier Jahren, dann arbeitete sie regelmäßig mit Vicente Scaramuzza und war bereits als junges Mädchen eine außergewöhnliche Virtuosin. Als 1955 ihre Familie nach Europa übersiedelte, bekam ihre Karriere den nötigen Aufwind. Unterricht bei Friedrich Gulda, Madeleine Lipatti und Nikita Magaloff sorgten noch für den Feinschliff und so war sie ausreichend qualifiziert, um 1957 den Bozener Busoni Wettbewerb und den Wettbewerb in Genf zu gewinnen. Damit begann ihre internationale Laufbahn als Konzertpianistin, die sie vor allem als Interpretin der Klavierliteratur des 19. und 20. Jahrhunderts bekannt werden ließ. Dabei fühlte sie sich selber sich nicht als Spezialistin für Geläufigkeit, sondern baute vielmehr ein umfassendes und differenziertes Repertoire auf, das von Bach über Werke von Beethoven, Schumann, Liszt, Debussy und Ravel bis Bartók reicht.

Seit Martha Argerich als Siebzehnjährige mit dem zwei Generationen älteren Geiger Joseph Szigeti musizierte, hat sie sich außerdem intensiv der Kammermusik gewidmet. Ihre Tourneen führten sie an der Seite von Gidon Kremer und Mischa Maisky durch Europa, Amerika und Japan und große Teile der Literatur für vier Hände oder zwei Klaviere hat sie mit den Pianisten Nelson Freire, Stephen Bishop-Kovacevich, Nicolas Economou und Alexandre Rabinovitch gespielt. Im Laufe der Jahre war Argerich Gast bei Gidon Kremers Festival in Lockenhaus, beim Münchner Klaviersommer, bei den Internationalen Musikfestwochen Luzern und den Salzburger Festspielen (1993 mit Maisky). Gemeinsam mit Claudio Abbado und den Berliner Philharmonikern trat sie mit Strauss' Burleske beim Silvesterkonzert 1992 und auch bei den Salzburger Osterfest spielen 1993 auf. Im Mai 1998 wiederum kam es in Tokyo zu einem musikalischen Gipfeltreffen zwischen Argerich, Maisky und Gidon Kremer. Anlässlich eines Gedächtniskonzertes für den Impresario Reinhard Paulsen spielten die drei Klassikstars Klaviertrios von Schostakowitsch und Tschaikowsky, deren Mitschnitte von der Presse umfassend gelobt wurden.

Martha Argerich ist der Deutschen Grammophon Gesellschaft seit 1967 eng verbunden. Es entstanden Aufnahmen mit Solowerken von Bach, Brahms, Chopin, Liszt, Prokofieff, Ravel und Schumann, Konzert-Einspielungen mit Stücken von Chopin, Liszt, Ravel und Prokofieff mit Claudio Abbado, Beethoven mit Giuseppe Sinopoli und Strawinskys Les Noces mit Leonard Bernstein. Die Einspielung der Klavierkonzerte von Shostakovitch (Nr.1) und Haydn (Nr.11) mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn unter Jörg Färber erhielt 1995 den renommierte japanischen Record Academy Award. Ihre Version von Tschaikowskys '1.Klavierkonzert' mit Claudio Abbado und den Berliner Philharmonikern wurde mit dem CD Compact Award 1997 ausgezeichnet. Der Kammermusik widmete sie sich in Aufnahmen mit Mstislav Rostropovich (Werke von Schumann und Chopin) und Maisky (Bachs und Beethovens Cello-Sonaten) sowie in einer Einspielung mit Bartóks Sonate für 2 Klaviere und Schlagzeug, Ravels Rapsodie espagnole und Ma Mère l'Oye (mit Nelson Freire, Peter Sadlo, Edgar Guggeis). Für ihre Aufnahme der 'Klavierkonzerte Nr.1 & 3' von Prokofieff und des '3.Klavierkonzerts' von Bartók gemeinsam mit Charles Dutoit bekam sie 1999 sogar den Grammy als 'Best Instrumental Soloist(s) Performance with Orchestra' zugesprochen.

Eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit baute sich über die Jahre hinweg zwischen von Martha Argerich und dem Geiger Gidon Kremer auf. Sie ist dokumentiert durch die Aufnahmen von Schumanns 'Violin-Sonaten', Werken von Bartók, Janácek und Messiaen (Prix Caecilia 1991), Mendelssohns Konzert für Violine und Klavier (mit dem Orpheus Chamber Orchestra) sowie von Prokofieff-Stücken (Record Academy Award 1992, Diapason d'Or 1992, Edison Award 1993). Ein herausragendes musikalisches Projekt beider Künstler bleibt dabei die Gesamtaufnahme von Beethovens 'Violin-Sonaten' (Nr. 1-3: Record Academy Award 1985), die sie 1995 mit der Veröffentlichung der 'Sonaten op. 47 ('Kreutzer-Sonate') und op. 96' abgeschlossen haben.

Zu den aktuellen Aufnahmen gehören schließlich die Live-Aufnahme der Beethovenschen 'Klavierkonzerte Nr.2 und Nr.3' mit Claudio Abbado und dem Mahler Chamber Orchestra aus Ferrara (2004), die Duo-Programme mit Mischa Maisky mit Sonaten von Chopin, Franck und Debussy 'Live In Japan' (2001) und 'In Concert' mit Werken von Strawinsky, Prokofieff und Shostakovich (2005), das ungewöhnliche Starquartett mit Gidon Kremer, Yuri Bashmet an der Bratsche und ebenfalls Mischa Maisky am Cello, das sich Werken von Clara Schumann (Fantasiestück op.88) und Johannes Brahms (Klavierquartett op.25) widmete (2002) und die hochgelobte Zusammenarbeit mit dem russischen Kollegen Mikhail Pletnev 'Cinderella Suite / Ma Mère l'Oye' (2004), der eigens aus diesem Anlass die Werke von Prokofieff und Ravel für zwei Klavier transkribiert hatte. 6/2005

Dieses Album enthält kein Booklet

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