Sheryl Crow – Threads

Review Sheryl Crow – Threads

Dieses Album soll das Farewell Album der Rocksängerin, Gitarristin, Bassistin, Pianistin, Songschreiberin und mehrfache Grammy-Preisträgerin Sheryl Crow. Nein, Altergründe können da nicht dahinterstecken, ist Sheryl Crow doch gerade einmal 57 Jahre alt. Eine Abschiedstour steht ebenfalls auf dem Plan. Warum sie aufhört, wird nicht verlautbart. Nachdem Sheryl Crow eine Krebserkrankung hinter sich gebracht hat, darf spekuliert werden, dass Ihr Rückzug damit zusammenhängt. Jedenfalls hat sie eine ganze Schar von Freunden und Kollegen eingeladen, sich als Gäste an Threads zu beteiligen. Mit von der Partie auf Threads, dem elften Studio-Album von Cheryl Crow sind Maren Morris, Stevie Nicks, Bonnie Raid, Chris Stapleton, Chuck D, Andra Day, Gary Clark Jr., Eric Clapton, Sting, Brandi Carlile, Johnny Cash, Lukas Nelson, Jason Isbell, Keith Richards, Wille Nelson, Kris Kristofferson, Joe Walsh, St. Vincent, Lucius, Emmylou Harris, James Taylor, Vince Gill. Um diese bunte Schar von nicht weniger als dreißig Künstlern auf einem Album mit ihren individuellen Beiträgen unter zu bringen, muss das eine entsprechende Anzahl von Songs aufnehmen. Von den siebzehn Songs gehen zwölf Songs als hier erstmals präsentierte Songs auf Cheryl Crow zurück, deren Protestsong „Redemption Day“ ebenfalls Eingang ins neue Album gefunden hat. Bei den übrigen vier Songs handelt es sich um Cover Songs prominenter Kollegen. „Beware of Darness”, präsentiert mit den Gästen Eric Clapton, Brandi Carlisle, and Sting ist ein weniger bekannter Song von George Harrison. Dasselbe gilt für “Everything Is Broken” von Bob Dylan, hier vorgestellt mit Jason Isbell. Keith Richards ist zu hören mit dem Stones-Song „The Worst“ und Kris Kristoffersen mit „Border Lord“. Stets mit von der Partie ist Cheryl Crow.

Nicht jeder Songs, auch nicht jeder der Songs von Cheryl Crow ist ein Bringer auf und für Threads. Das ist normal bei einer derart großen Anzahl von Songs. Die Beste Figur macht Cheryl Crow mit den Love Songs von Threads und natürlich mit den wenigen echten Rock Titel. Ein Bringer ist zweifelsohne „The Worst“ mit Kris Kristoffersen. Nicht weniger bemerkenswert ist „Nobody’s Perfect“ unter Mitwirkung von Emmylou Harris, deren Stimme mit derjenigen von Cheryl Crow perfekt harmoniert. „Flying Blind“ mit James Taylor ist ein wegen der Perfektion Taylors ein weiterer Bringer auf Threads. „Don’t“ wird nicht weniger perfekt präsentiert vom Duo Lucius, die südliche Farbe ins Spiel bringen. Herzergreifend gestaltet Cheryl Crow unterstützt von Vince Gill den abschließenden Love Song des Albums „For the Sake of Love.

Threads erweist sich als würdiges Good-Bye des singenden Multitalents Cheryl Crow. Sollte sie es sich auf ihrer Abschiedstour anders überlegen, und von der Bühne des Rock und Pop doch noch nicht abtreten, wäre sie Ihren Fans sicherlich weiterhin herzlich willkommen.

Sheryl Crow – Threads

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