Wahnwitz und Gelegenheit Milian Otto

Album Info

Album Veröffentlichung:
2018

HRA-Veröffentlichung:
31.08.2018

Das Album enthält Albumcover

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Formate & Preise

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FLAC 44.1 $ 10,60
  • 1Plädoyer02:49
  • 2Schattenseite03:26
  • 3Mich03:21
  • 4Tagtraum03:59
  • 5Leora04:02
  • 6Trauriges Lied03:49
  • 7Krux03:56
  • 8Sonnenwende02:52
  • 9Sperrgebiet03:52
  • 10Trotz Alledem03:23
  • 11Nachtwache02:48
  • 12Der weiße Traum03:18
  • Total Runtime41:35

Info zu Wahnwitz und Gelegenheit

In einer digitalen Ära, in der Musik vorwiegend als Fastfood konsumiert wird und die Hörgewohnheiten durch die immer gleichen Geschmacksverstärker konditioniert sind, wagt der Liedermacher Milian Otto die Unverschämtheit, die Worte in den Fokus zu setzen und so mit seiner unverblümten Sicht auf die Welt, den Synapsen seiner HörerInnen ein feines Fressen vorzusetzen.

Als Schauspieler ist Milian seit vielen Jahren auf den deutschsprachigen Bühnen zuhause und hat während seiner Festengagements in Düsseldorf und Zürich in dutzenden Produktionen mitgewirkt. Was das Schauspiel mit seiner Musik verbindet, ist die Lust an der Sprache, die Lust am Erzählen und der Wille, gehört zu werden. Je kleiner die Geste, desto größer der Inhalt.

Die zwölf Lieder auf -Wahnwitz und Gelegenheit- sind eine Auswahl aus unzähligen Liedern, die sich im Laufe der Jahre in Milians Repertoire aufgestapelt haben. Hierbei schrieb er ausschließlich sein eigenes Material, lediglich das Lied -Trotz alledem- bedient sich einer traditionellen schottischen Melodie, zu der Milian eine Neufassung des Textes geschrieben hat. Sie reiht sich ein in zahlreiche Bearbeitungen der Ursprungsversion von Ferdinand Freiligrath (1848) die bekanntesten unter ihnen stammen von Wolf Biermann und Hannes Wader. Neben diesen beiden Größen der deutschen Liedermachergeschichte sind es Rio Reiser, Victor Jara, Fabrizio de André und Georges Brassens, die das Fundament für Milians Liebe zum Geschichtenerzählen gelegt haben. Ihre Fähigkeit, die Welt hinter der Welt abzubilden und das Brennglas auf die klaffenden Wunden ihrer Zeit zu richten, sind für Milians Schreiben ständige Orientierung und Inspiration.

Milian Otto, Gesang, Gitarre




Milian Otto
Milian Zerzawy ist inzwischen in der siebten Spielzeit fest am Schauspielhaus Zürich engagiert. Nun hat er den laufenden Vertrag nicht verlängert, um sich stärker der Musik zu widmen. Unter dem Pseudonym Milian Otto veröffentlicht er seine erste Single «Schattenseite» – und steigt gleich auf Platz 32 in die Schweizer iTunes Charts ein. Tsüri traf ihn für ein Gespräch über seine Single, Mani Matter und die Dürre im Genre der Liedermacher.

Ein widerspenstiges Haar schwebt über der Stirn – dahinter rattert es. «Die intensive Auseinandersetzung mit Sprache in meinem Beruf als Schauspieler hat meine Präzision beim Texte schreiben geschärft», sagt Milian. Es falle ihm schwer, an den Punkt zu kommen, wo er guten Gewissens sagen kann «Jetzt ist es fertig!». Aber jedes Lied gehöre in die Zeit seiner Entstehung und es sei wichtig, es dabei belassen zu können, um sich weiterzuentwickeln. «Natürlich ist das neuste Lied immer das beste», schmunzelt Milian.

Milian überlegt wieder und wir schweigen. Die Kaffeemühle im Hintergrund durchbricht unser Schweigen. «Ich muss mich kurz sammeln», entschuldigt sich Milian.

Er hat während seiner Zeit als Schauspieler geübt, die Worte und Gedanken die er spricht, seine eigenen werden zu lassen. Wenn er seine Texte singt, hat er einen klaren Bezug zu den Worten und will das Publikum damit möglichst direkt adressieren. Auch wenn er selbst seiner Musik lauscht, hat er den Anspruch, dass die Texte klar gedacht sind – und gerade das ist auch essentiell auf der Schauspielbühne. ...



Dieses Album enthält kein Booklet

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