Camerata Salzburg & Giovanni Guzzo


Biographie Camerata Salzburg & Giovanni Guzzo


Giovanni Guzzo
ist seit 2021 Konzertmeister der CAMERATA Salzburg. Der vielseitige Musiker, der als Sohn italienisch-venezolanischer Eltern in Venezuela geboren wurde, wird im internationalen Musikleben als Violinsolist, Kammermusiker, Konzertmeister und Dirigent geschätzt.

Er konzertierte als Solist etwa mit dem Royal Philharmonic Orchestra, als Kammermusiker mit ­Joshua Bell, Martha Argerich, ­Martin Fröst, Miklós Perényi, Daniel Hope, Stephen Hough, Mats Lid­ström und Gerhard Schulz sowie mit dem Maggini und Takács Quartett und als Konzertmeister und musikalischer Leiter mit führenden Orchestern und Kammerorchestern. Der Musiker trat in Musikzentren wie der Wigmore Hall London, dem Lincoln Centre New York, bei den BBC Proms in London, den Salzburger Festspielen und dem Verbier Festival und unter der Leitung von Dirigent:innen wie Sir Simon Rattle, Iván Fischer, Semyon Bychkov, Marin Alsop, Herbert ­Blomstedt, Reinhard Goebel und Juanjo Mena auf.

Seine CD-Einspielung der kompletten Solo­sonaten von Ysaÿe wurde mit fünf Sternen in den Fachzeitschriften „The Strad“ und „BBC Music Magazine“ ausgezeichnet und verdient laut der Zeitung „The Guardian“ eine „besondere Aufmerksamkeit“ unter allen Aufnahmen dieses berühmten Violinzyklus.

Giovanni Guzzo begann seine musikalische Ausbildung im Alter von fünf Jahren am Klavier, mit sechs Jahren kam die Violine hinzu. Als 12-Jähriger war Guzzo der jüngste Gewinner des Nationalen Violin-Wettbewerbs „Juan Bautista Plaza“ in Venezuela. Gefördert vom französischen Virtuosen Maurice Hasson, erhielt der junge Geiger ein Stipendium zum Studium an der Royal Academy of Music in London, das er mit den höchsten Auszeichnungen abschloss. Giovanni Guzzo hat seit 2022 eine Professur für das Konzertfach Violine an der Kunstuniversität Graz inne.

Giovanni Guzzo spielt eine Violine von Gennaro Gagliano aus dem Jahre 1759. Er musizierte zudem auf der weltberühmten „Viotti ex-Bruce“-Stradivari, und zwar in einem Konzert für die englische Königsfamilie.

Camerata Salzburg Seit über 70 Jahren in Salzburg und der Welt zu Hause: Mit ihrer eigenveranstalteten Kon-zertreihe sowie als Stammensemble der Salzburger Festspiele und der Mozartwoche prägt die CAMERATA die Musikstadt. Als Salzburgs Kulturbotschafterin ist sie zudem auf den großen internationalen Konzertpodien wie dem Wiener Konzerthaus, der Philharmonie de Paris, der Hamburger Elbphilharmonie, dem Concertgebouw Amsterdam und der Shanghai Concert Hall regelmäßiger Gast.

Als eines der weltweit ältesten und traditionsreichsten Kammerorchester vereint die CAMERATA Vergangenheit und Zukunft, bleibt dabei stets innovativ und impulsgebend. Das Orchester mit seinen derzeit aus mehr als 20 Nationen stammenden Musiker:innen steht mit seinem unverwechselbaren Klang besonders für die Wiener Klassik, namentlich die Musik des berühmten Sohnes seiner Heimatstadt, Wolfgang Amadeus Mozart.

1952 gründete der in Salzburg wirkende Wiener Dirigent und Musikwissenschaftler Bernhard Paumgartner die Camerata Academica als Klangkörper von Lehrenden und Studierenden des Mozarteums – mit der Vision, einen Idealklang durch die Eigenverantwortung jedes einzelnen Musikers im höchsten Sinne der Gemeinschaft zu erzeugen. Von Beginn an verpflichtete sich die CAMERATA unter dem als Mozart-Spezialisten bekannten Paumgartner vorrangig dem Schaffen des Salzburger Komponisten. Sowohl beachtliche Tourneen als auch Einspielungen wie die Gesamtaufnahmen der Mozart-Klavierkonzerte mit Géza Anda als Solisten in den 1960er-Jahren und mit Sir András Schiff in den 1980er-Jahren verankerten das Orchester auf dem internationalen Musikmarkt.

Größten Einfluss auf die Entwicklung der CAMERATA hatte Sándor Végh als Chefdirigent von 1978 bis 1997. Mit ihm am Pult erhielten auch das Opernrepertoire Mozarts sowie Werke von Haydn, Beethoven und Schubert zunehmende Bedeutung. Sein Credo, jedes Stück wie im kammermusikalischen Zusammenspiel eines Streichquartetts anzugehen – ganz in der Fort-führung von Paumgartners Idee – prägt den Klang und die Spielweise der CAMERATA bis heute. Die Einladungen zu den Salzburger Festspielen als Orchester ließen das Ensemble weiterwachsen. Auf Sándor Végh folgten Sir Roger Norrington, Leonidas Kavakos und Louis Langrée.



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