Hermine May & Manuel Lange
Biographie Hermine May & Manuel Lange
Hermine May
Die aus Rumänien stammende Mezzosopranistin Hermine May studierte Gesang bei Prof. Sylvia Geszty an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Sie ist Preisträgerin zahlreicher renommierter Wettbewerbe und begann ihre sängerische Laufbahn als Ensemblemitglied an der Deutschen Oper Berlin. Seither ist sie als freischaffende Sängerin tätig und erarbeitete sich kontinuierlich die dramatischen Partien ihres Faches. Heute gehören Carmen, Amneris, Eboli, Ortrud, Kundry, Brangäne, Venus, Dalila und Azucena zu ihren bevorzugten Partien, die sie unter anderem an den Opernhäusern von Turin, Rom, Verona, Neapel, Kopenhagen, Straßburg, Nizza, Graz, Shanghai und Hongkong sang.
2012 gab sie ihr Debüt an der Mailänder Scala mit „Une voix“ in Hoffmanns Erzählungen. Im selben Jahr sang sie beim Richard-Wagner-Festival in Wels (Österreich) die Kundry im Parsifal, später Brangäne/ Tristan und Isolde und Venus/ Tannhäuser, was ihr den weiteren Weg in diesem Fach ebnete.
Musikalisch wurde Hermine May durch die Zusammenarbeit mit Zubin Mehta geprägt. Unter seinem Dirigat sang sie die Magdalene in „Die Meistersinger von Nürnberg“ beim Maggio Musicale in Florenz, sowie Zemlinskys Maeterlinck-Gesänge und die Altpartie in Beethovens 9. Symphonie mit dem Israel Philharmonic Orchestra in Tel Aviv. Raffael Frühbeck de Burgos, Nello Santi, Pinchas Steinberg, Friedemann Layer, Teodor Currentzis, Gianluigi Gelmetti, Ralf Weikert, Lothar Zagrosek sind weitere Dirigenten, die ihr bei der Zusammenarbeit wichtige künstlerische Impulse gaben.
Im Konzertfach feierte sie große Erfolge mit den Werken Gustav Mahlers, mit dem Verdi-Requiem, mit Brahms’ Alt-Rhapsodie und mit Wagners Wesendonck-Liedern. Seit Beginn ihrer Karriere widmet sie einen wichtigen Teil ihres künstlerischen Wirkens dem Liedgesang.
CD-Produktionen von Schuberts Messe Es-Dur D 950 mit Jonas Kaufmann, Hermann Prey und Deon van der Walt unter der Leitung von Sylvain Cambreling, von Bellinis „Il Pirata“ mit Lucia Aliberti unter der Leitung von Marcello Viotti und von Carl Loewes „Die drei Wünsche“ sowie DVD-Produktionen von „Carmen“ und „Aida“ dokumentieren ihre Gestaltungskraft.
Seit Oktober 2020 gibt sie ihr Wissen als Dozentin für Gesang an der Hochschule für Musik Rostock an die künftige Sängergeneration weiter.
Manuel Lange
Der in Berlin geborene Pianist studierte Klavier bei Oleg Maisenberg in Stuttgart und bei Hans Leygraf in Salzburg und Berlin. Ferner nahm er regelmäßig an den Liedmeisterklassen von Dietrich Fischer-Dieskau, Aribert Reimann und Wolfram Rieger teil.
Er gewann den ersten Preis für Klavierbegleitung beim internationalen Paula-Lindberg-Salomon-Wettbewerb "Das Lied" 1997 sowie den Sonderpreis für die beste Klavierbegleitung beim Hilde-Zadek-Gesangswettbewerb 1998 in Passau, außerdem das Bayreuth-Stipendium des Richard-Wagner-Verbandes Berlin und den Hanns-Eisler-Preis an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler".
Nach einer sechsjährigen Tätigkeit als Solorepetitor an der Komischen Oper Berlin wurde er mit Beginn des Wintersemesters 2005/06 als Gesangsrepertoire-Professor an die Universität der Künste Berlin berufen. Im Juli 2010 erhielt Manuel Lange einen Ruf an die Hochschule für Musik in Detmold als Professor für Liedbegleitung und Liedgestaltung.
Im Jahr 2006 gründete er zusammen mit dem Bariton Sebastian Noack, mit dem ihn eine langjährige künstlerische Zusammenarbeit verbindet, die Berliner Konzertreihe MEISTERLIED, welche sich in erster Linie dem deutschen romantischen Kunstlied widmet. Mit der Sopranistin Anne Schwanewilms zusammen gab Manuel Lange Liederabende im Concertgebouw Amsterdam, in der Dresdner Semperoper, im Théatre de la Monnaie in Brüssel, im Teatro del Liceo in Barcelona, in der Opéra du Rhin in Straßburg und in der Oper Frankfurt. Weiterhin trat er als Liedbegleiter von Mojca Erdmann, Maria Bengtsson, Lothar Odinius, Stella Doufexis, Anna Korondi, Hermine May und Dagmar Schellenberger auf. Eigene Meisterkurse für Liedgestaltung und die Begleitung bei Gesangs-Meisterkursen (Brigitte Fassbaender, Mirella Freni, Francisco Araiza, Roman Trekel) ergänzen seine Arbeit.
Neben seiner Liedtätigkeit widmet sich Manuel Lange in letzter Zeit wieder vermehrt dem Solo-Repertoire, so war er in der letzten Saison mit der Neuen Philharmonie Frankfurt unter der Leitung von Wolfgang Wengenroth mit Beethovens 4. Klavierkonzert zu hören und spielte zusammen mit dem Jungen Ensemble Berlin sowie mit der Jungen Philharmonie Erlangen Griegs Klavierkonzert.
