Feuersinger, Oitzinger, Glaubitz, Wörner, Cantus Thuringia, Capella Thuringia & Bernhard Klapprott
Biographie Feuersinger, Oitzinger, Glaubitz, Wörner, Cantus Thuringia, Capella Thuringia & Bernhard Klapprott
Miriam Feuersinger
Die aus Österreich stammende Echo-und OPUS-Klassik-Preisträgerin Miriam Feuersinger (Sopran) gehört zu den führenden Sopranistinnen im Bereich der geistlichen Barockmusik. Ihre große Liebe gilt musikalisch und inhaltlich dem Kantaten- und Passionswerk von J.S. Bach und seinen Zeitgenossen, worauf auch eine rege internationale Konzerttätigkeit schließen lässt. Seit 2014 veranstaltet sie zusammen mit dem Cellisten Thomas Platzgummer die Reihe „Bachkantaten in Vorarlberg“.
Die Sopranistin ist regelmäßig bei renommierten Bachreihen wie der „Bachstiftung Trogen“ (CH), „All of Bach“ (NL) und der „Bachakademie Stuttgart“ (D) zu Gast, weiters bei Festivals wie dem „Bachfest Leipzig“ (D), „Bachfesttage Köthen“ (D), „Bachtage Rostock“ (D), „Bachcelona“ (ES), „Abendmusiken in der Predigerkirche“ (CH), „Bach-Biennale Weimar“ (D) u. a. Weitere schöne Schwerpunkte ihres musikalischen Schaffens liegen in dem breiten Spektrum der geistlichen Musik vom Barock bis hin zur Spätromantik sowie im Liedbereich.
Miriam Feuersinger musiziert mit Dirigenten wie Jordi Savall, Vaclav Luks, Hans-Christoph Rademann, Rudolf Lutz, Jörg-Andreas Bötticher, Lorenzo Ghielmi, Ton Koopman, Sigiswald Kuijken und Christoph Prégardien sowie mit Formationen wie dem Freiburger Barockorchester, Collegium Vocale Gent, Collegium 1704, Holland Baroque, Il Gardellino, Capricornus Consort Basel, Les Cornets Noirs, Kammerorchester Basel, Symphonieorchester Vorarlberg und Concerto Stella Matutina, um nur einige zu nennen.
Preise wie der „Preis der deutschen Schallplattenkritik 2/2014“, der „ECHO Klassik 2014“, der „Ö1 Pasticcio-Preis 5/2017“ und der „OPUS Klassik 2022“ zeichnen Ihr Schaffen aus. Ihre neue CD mit Sopran-Solo-Kantaten von J. S. Bach erschien Anfang 2022 beim Label Christophorus.
Margot Oitzinger
geboren in Graz (Österreich) studierte Konzertfach Gesang an der Musikuniversität ihrer Heimatstadt und schloss mit Auszeichnung ab. Schon in ihrer Studienzeit stand für sie fest, sich auf Alte Musik spezialisieren zu wollen. Meisterkurse und Seminare besuchte sie dafür bei Emma Kirkby, Peter Kooij und Jill Feldman.
Sowohl als Konzertsängerin als auch als Operninterpretin von Renaissance bis Frühklassik ist Margot Oitzinger sehr gefragt.
Polyphones- sowie frühbarockes Ensemblesingen („Les solistes de Collegium Vocale Gent” unter Philippe Herreweghe, „Abendmusiken in der Predigerkirche” unter Jörg-Andreas Bötticher, „sette voci” unter Peter Kooij etc.) stehen für sie ebenso an der Tagesordnung, wie die Werke hochbarocker Meister als Solistin.
Sie singt an den wichtigsten Konzertorten, wie dem Wiener Musikverein, Concertgebouw Amsterdam, Palau de la musica Barcelona, Concertgebouw Brugge, Suntory Hall Tokyo, Arsenal Metz, Prinzregententheater München, Thomaskirche Leipzig, Eglise Saint-Roc Paris, Muziekcentrum Utrecht, Frauenkirche Dresden, Alte Oper Frankfurt unter namhaften Dirigenten wie Philippe Herreweghe, Jordi Savall, Philippe Pierlot, Philippe Rousseau, Masaaki Suzuki, John Butt, Andrea Marcon, Michi Gaigg, Lorenzo Ghielmi, Christoph Pregardien, Konrad Junghänel oder Rudolph Lutz. Unter der Leitung des Letztgenannten, wirkt sie mit an der Gesamtaufnahme der vokalen Bachwerke auf DVD.
Benjamin Glaubitz
erhielt seine erste musikalische Ausbildung im Dresdner Kreuzchor und absolvierte sein Gesangsstudium an der Hochschule für Musik in Dresden bei Prof. Margret Trappe-Wiel und in der Meisterklasse bei KS Prof. Olaf Bär. Zusätzlich absolvierte er Meisterkurse bei Charlotte Lehmann, KS Peter Schreier, KS Dietrich Fischer-Dieskau, Lothar Odinius und Gerold Huber. Er musizierte u.a. mit Ensembles wie Akademie für Alte Musik Berlin, Hamburger Philharmoniker, Tonhalle-Orchester Zürich, Staatskapelle Dresden, Staatskapelle Halle, Dresdner Philharmonie, Dresdner Barockorchester, Lautten Compagney Berlin, Bach-Collegium Stuttgart, Collegium1704 Prag, Symphony Prague, Hong Kong Sinfonietta, Ensemble Resonanz, Copenhagen Phil, Dortmunder Philharmoniker, Gewandhausorchester Leipzig, Nederlandse Bachvereniging (Concertgebouw Amsterdam), Helsinki Baroque Orchestra, Trondheim Symfonieorkester, Vox Luminis, dem Tölzer Knabenchor, dem Dresdner Kreuzchor, sowie dem Thomanerchor Leipzig und sang unter Dirigenten wie Antonius Adamske (Elbphilharmonie Hamburg), Hörður Áskelsson (Harpan Reykjavík), Hansjörg Albrecht, Karl-Friedrich Beringer (beide Philharmonie München), Fabio Bonizzoni, Sylvain Cambreling, Alessandro De Marchi (Staatsoper Hamburg), Justin Doyle, Gabriel Feltz, Iván Fischer (Konzerthausorchester Berlin), Ludwig Güttler, Aapo Häkkinen, Wolfgang Katschner, Ekkehard Klemm (Semperoper), Andrzej Kosendiak (NFM Wroclaw), Joachim Krause (Tonhalle Zürich), Roderich Kreile, Václav Luks, Frank Markowitsch, Ebbe Munk, Tomáš Netopil (Dr. Faust/ Semperoper), Markus Poschner (Dresdner Philharmonie), Hans-Christoph Rademann, Helmuth Rilling (Stuttgart, Chile und Hong Kong), Gotthold Schwarz, Holger Speck (Staatsoper Hamburg), Andreas Spering, Eckehard Stier, Jörg-Peter Weigle und Achim Zimmermann (Konzerthaus Berlin). Liederabende und Konzerte als Solist oder mit Ensembles wie Collegium Vocale Gent führten ihn in zahlreiche europäische, asiatische und süd- und nordamerikanische Musikzentren.
Bernhard Klapprott
konzertiert international als Solist, Generalbassspieler und Ensembleleiter. Mehrere seiner CDs erhielten Preise, darunter den ECHO KLASSIK und den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Er lehrt als Professor für Cembalo / Historische Tasteninstrumente und Generalbass an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar und an der Hochschule für Künste Bremen sowie international in Meisterkursen.
Seine Diskografie umfasst u.a. sämtliche Clavierwerke von Thomas Tomkins (Cembalo, Virginal, Orgel; MDG), Süddeutsche Claviermusik um 1600 (Clavicytherium; Aeolus), Claviermusik von Luzzasco Luzzaschi und Ercole Pasquini (Cembalo; dhm/Sony), Claviersonaten von Georg Anton Benda (Clavichord; Aeolus), Orgelwerke von Johann Sebastian Bach (Teil der Gesamteinspielung an Orgeln Andreas und Johann Andreas Silbermanns; Aeolus) sowie Aufnahmen als Ensembleleiter und als Generalbassspieler.
1999 gründete er gemeinsam mit Christoph Dittmar das Ensemble Cantus Thuringia & Capella, das durch zahlreiche Konzerte und Aufnahmen besonders mit mitteldeutschem Repertoire des 16. bis 18. Jahrhunderts sowie durch die Aufführung von Bühnenwerken in Verbindung mit historischer Schauspielkunst hervorgetreten ist. In diesem Zusammenhang initiierte er das Projekt MUSIKERBE THÜRINGEN, das das sich der Realisierung von Forschung, Aufführungen, CD-Aufnahmen und Editionen widmet.
Neben seiner Beschäftigung mit Alter Musik hat er mehrere Werke komponiert, die zum Teil beim Bärenreiter-Verlag (Reihe zeitgenössischer Musik) erschienen sind.
Seit 2024 ist er Künstlerischer Leiter der Internationalen Sommerkonzerte NACHTORGEL BEI KERZENSCHEIN an der bedeutenden Orgel von Gerhard von Holy (1711) in der St. Bartholomäuskirche Dornum (Ostfriesland).
Seine Lehrtätigkeit führte ihn an die Universität Dortmund, die Hochschulen für Musik Detmold und Herford sowie zu Meisterkursen und Gastvorträgen zur Aufführungspraxis in Europa und den USA. 1994 wurde er als Professor an die Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar berufen. Er unterrichtet Cembalo / Historische Tasteninstrumente ebenfalls an der Hochschule für Künste Bremen.
Bernhard Klapprott studierte Cembalo bei Hugo Ruf und Bob van Asperen, Orgel bei Michael Schneider und Ewald Kooiman sowie in Meisterkursen Generalbass bei Jesper Christensen und Orgel bei Michael Radulescu. Er schloss sein Studium ab in Köln in Cembalo, Orgel und Kirchenmusik sowie in Amsterdam mit dem Konzertdiplom Cembalo mit Auszeichnung.
1991 wurde er mit dem 1. Preis beim 10. Internationalen Orgelwettbewerb (Bach/Mozart) des Festivals van Vlaanderen Brugge ausgezeichnet.
