Junker, Kristjánsson, Schmitt, Nagy, Dresdnerner Kammerchor, Wrocław Baroque Orchestra & Jarosław Thiel
Biographie Junker, Kristjánsson, Schmitt, Nagy, Dresdnerner Kammerchor, Wrocław Baroque Orchestra & Jarosław Thiel
Sophie Junker
Die aus Belgien stammende Sopranistin Sophie Junker studierte Gesang am Institut supérieur de Musique et de Pédagogie in Namur und an der Guildhall School of Music and Drama in London. Nach Abschluss ihrer Ausbildung gelang ihr 2010 der internationale Durchbruch, als sie den Händel-Wettbewerb in London gewann. 2012 gewann sie den internationalen Cesti-Wettbewerb der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik. Nach ihrem schnellen Aufstieg arbeitet sie nun regelmäßig mit Spitzendirigenten zusammen. Sie trat unter der musikalischen Leitung von Harry Bicket als Dorinda in Orlando, unter Laurence Cummings als Israelite Woman in Händels Esther und Sigismondo in Händels Arminio bei den Göttinger Händel-Festspielen auf. Sie sang unter Christian Curnyn Italian Woman in Charpentiers Médée an der English National Opera, die Phoebe in Rameaus Castor et Pollux oder unter Stefano Montanaris Dirigat Zerlina in Don Giovanni. Ihre Stimme wurde von der Zeitschrift Opera als „unwiderstehlich bezaubernd“ beschrieben. Sophie Junker tritt kontinuierlich an der Königlichen Oper Liège Wallonie auf, wo sie unter anderem als Wanda in Offenbachs La Grande Duchesse de Gérolstein und in der Titelrolle in Pauline Viardots Cendrillon zu sehen war. An der Oper Angers Nantes sang sie Amour in Glucks Orphée et Eurydice. 2016 feierte sie ihr amerikanisches Operndebüt mit Cleis in Martinis Sappho und Hélène in Chabriers Une Éducation Manquée an der Opera Lafayette in New York und in Washington. Weitere Opernrollen umfassen Caio in Vivaldis Ottone in Villa beim Kopenhagen Opera Festival, Proserpine und Euridice in Charpentiers La Déscente d’Orphée aux enfers in der Londoner Wigmore Hall und in Den Haag sowie Belinda in Purcells Dido and Aeneas bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik.
Benedikt Kristjansson
wurde in Húsavík, Island, geboren. Mit 16 Jahren erhielt er seinen ersten Gesangsunterricht bei seiner Mutter Margrét Bóasdóttir an der Reykjavík Academy of Singing and Vocal Arts.
Benedikt schloss 2007 sein Studium am Reykjavíker Konservatorium ab. Anschließend studierte er bei Professor Scot Weir an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin und schloss sein Studium mit Auszeichnung ab. Er nahm an Meisterkursen in Europa teil, darunter bei renommierten Sängern wie Christa Ludwig, Peter Schreier, Elly Ameling, Robert Holl, Thomas Quasthoff, Andreas Schmidt und dem Liedpianisten Helmut Deutsch.
Benedikt gewann 2011 den 1. Preis des Internationalen Bach-Gesangswettbewerbs in Greifswald und wurde zudem mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Er war Gewinner des Publikumspreises beim Internationalen Bach-Wettbewerb in Leipzig 2012.
2019 erhielt er den OPUS Klassik-Preis in der Kategorie „Innovatives Konzert“ mit einer Fassung der Johannes-Passion von Bach, arrangiert für Tenor, Cembalo und diverse Schlaginstrumente.
Als Konzertsänger trat Benedikt in vielen Konzertsälen in Europa und den USA auf, darunter im Wiener Konzerthaus, in der Berliner Philharmonie, in der Chapelle Royal in Versailles, in der Walt-Disney Hall, in Los Angeles und im Concertgebouw Amsterdam mit Orchestern wie der Staatskapelle Berlin, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, der Gaechinger Cantorey, der Hofkapelle München, dem Holland Barock, dem Dresdner Barockorchester, der Nederlandse Bachverening, der Akademie für Alte Musik Berlin und anderen Freiburger Barockorchester.
Benedikt hat mit vielen international anerkannten Dirigenten wie Reinhard Goebel, Reinbert de Leeuw,
Vaclav Luks, Vladimir Jurowski, Peter Dijkstra, Hans-Christoph Rademann und Philipe Herreweghe.
Benedikt sang Opern am Theater Kiel, am Staatstheater Braunschweig und an der Staatsoper Berlin und sang dabei sowohl barockes als auch modernes Repertoire. Er tritt häufig bei Festivals wie dem Bachfest Leipzig, dem Musikfest Stuttgart, den Thüringer Bach-Wochen, den Händelfestspielen Halle, dem Festival Bach Montréal und dem Festival Oude Muziek in Utrecht auf und ist 2022 Artist in Residence beim Beethovenfest in Bonn.
2019 veröffentlichte er seine erste Solo-CD „Drang in die Ferne“, die in Deutschland von der Kritik gefeiert wurde. Das Programm der CD ist eine Mischung aus isländischen Volksliedern und Liedern von Franz Schubert. Die CD wurde sowohl für OPUS Klassik als auch für ICMA (International Classical Music Awards) nominiert.
Maximilian Schmitt
entdeckte seine Liebe zur Musik bereits in jungen Jahren bei den Regensburger Domspatzen. Er studierte Gesang bei Prof. Anke Eggers an der Berliner Universität der Künste und wird künstlerisch von Roland Hermann betreut.
Er sammelte erste Bühnenerfahrung als Mitglied des Münchner Opernstudios, bevor er sich 2008 für vier Jahre dem Ensemble des Mannheimer Nationaltheaters verpflichtete. Dort war er in Partien wie David Meistersinger, Lenski Eugen Onegin und den lyrischen Mozart-Partien wie Tamino, Don Ottavio, Belmonte, Ferrando und 2012 in der Titelpartie von Mozarts La Clemenza di Tito zu hören. 2012 debütierte er an der Oper Amsterdam als Tamino unter Marc Albrecht. 2016 war Maximilian Schmitt erstmals als Idomeneo in einer weiteren großen Mozart-Partie zu erleben, diesmal an der Opéra du Rhin in Strasbourg. Direkt im Anschluss trat er zum ersten Mal an der Wiener Staatsoper als Don Ottavio auf. Höhepunkt und Abschluss der Saison 16/17 war sein Debüt an der Mailänder Scala als Pedrillo in Mozarts Entführung aus dem Serail unter Zubin Mehta.
Maximilian Schmitt ist regelmäßiger Gast auf den großen internationalen Konzertbühnen. Sein weit gefächertes Repertoire reicht von Monteverdi über Mozart bis Mendelssohn, Elgar, Mahler und Britten. Eingeladen von Dirigenten wie Franz Welser-Möst, Claudio Abbado, Teodor Currentzis, Daniel Harding, Jonathan Nott, Manfred Honeck, Thomas Hengelbrock, Fabio Luisi, Andres Orozco Estrada, Trevor Pinnock, René Jacobs oder Robin Ticciati arbeitete er u.a. bereits mit der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Tonhalle-Orchester Zürich, den Symphonieorchestern des Bayerischen und des Mitteldeutschen Rundfunks, den Wiener Symphonikern, dem Cleveland Orchestra, dem Tokyo Symphony Orchestra, dem Swedish Radio Symphony Orchestra und dem Gewandhausorchester Leipzig. Maximilian Schmitt ist außerdem regelmäßiger Gast des Orchestre de Paris, dem Ensemble Orchestral de Paris und dem Orchestre National de France. Eine enge musikalische Partnerschaft verbindet ihn mit Philippe Herreweghe.
Die neue Saison eröffnet Maximilian Schmitt mit Berlioz´ Requiem mit dem WDR Sinfonieorchesterunter Jukka-Pekka Saraste in San Sebastian. Es folgen u.a. Konzerte mit Haydns Schöpfung unter David Afkham in Madrid und unter Yutaka Sado in Wien und Grafenegg. Anschließend gibt Maximilian Schmitt sein Rollendebüt als Max in Webers Freischütz am Aalto Theater in Essen in einer Neuproduktion von Tatjana Gürbaca. Außerdem ist er als Obadjah (Elias) in einer Neuproduktion von Calixto Bieito am Theater an der Wien zu sehen. Maximilian Schmitt beschließt die Spielzeit mit einer Konzerttournee mit in dem Giardino Armonico unter Giovanni Antonini mit Konzerten in Wien, München und Braunschweig und einem Liederabend an der Londoner Wigmore Hall, wo er seit seinem Debüt 2014 regelmäßig zu hören ist.
Michael Nagy
studierte Gesang, Liedgestaltung und Dirigieren in Mannheim und Saarbrücken. Er war Ensemblemitglied der Komischen Oper Berlin und der Oper Frankfurt. Gastspiele führten ihn an die Deutsche Oper Berlin, die Wiener Staatsoper, das Grand Théâtre de Genève, das Opernhaus Zürich, die Opéra national du Capitole in Toulouse, Den Norske Opera in Oslo, die New Yorker Carnegie Hall sowie zu den Festspielen in Salzburg, Bayreuth und Baden-Baden. Zu seinem Repertoire gehören Partien wie Papageno (Die Zauberflöte), Graf Almaviva (Le nozze di Figaro), Wolfram von Eschenbach (Tannhäuser), Kurwenal (Tristan und Isolde), Don Alfonso (Così fan tutte), Jeletzki (Pique Dame), Valentin (Faust), Frank/Fritz (Die tote Stadt) und Jason in Aribert Reimanns Medea sowie die Titelpartien in Don Giovanni und Owen Wingrave. An der Bayerischen Staatsoper sang er u. a. Amfortas (Parsifal), Ratefreund (Die Vögel), Der Graf (Capriccio) sowie die Titelpartie in Eugen Onegin. In der Spielzeit 2024/25 ist er als Nekrotzar in Le Grand Macabre zu erleben.