Martha Argerich & Sergei Babayan


Biographie Martha Argerich & Sergei Babayan


Martha Argerich
gilt als eine der größten Pianistinnen unserer Zeit und wird in einem Atemzug mit so legendären Namen wie Benedetti Michelangeli, Horowitz und Pollini genannt. Ihr Spiel begeistert Publikum und Rezensenten in aller Welt durch enorme lyrische Empfindsamkeit, Temperament und fesselnde Brillanz.

Martha Argerich, 1941 in Argentinien geboren, gab ihr erstes öffentliches Konzert bereits im Alter von fünf Jahren. 1955 zog sie mit ihrer Familie nach Europa. Dort studierte sie bei Friedrich Gulda, Nikita Magaloff und Arturo Benedetti Michelangeli. Mit 16 Jahren gewann sie den "Geneva International Music Competition" und den Busoni-Wettbewerb. 1964 unternahm sie eine Tournee durch Westeuropa und Polen und gab im November des gleichen Jahres ihr Debüt in London. Mit 24 Jahren gewann sie den Siebten Internationalen Chopin-Wettbewerb in Warschau und den polnischen Radio-Preis für ihre Interpretation von Chopin-Walzern und Mazurkas. 2005 wurde Martha Argerich mit dem hoch dotierten japanischen "Praemium Imperiale" geehrt.

Seit Beginn ihrer Karriere arbeitet sie regelmäßig mit dem Dirigenten (und ehemaligen Ehepartner) Charles Dutoit zusammen. Ein Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist die 1999 bei EMI Classics veröffentlichte Aufnahme der Klavierkonzerte Nr.1 & 2 von Chopin. Dieser Einspielung war 1998 die mittlerweile mit einem "Grammy" ausgezeichnete spektakuläre Aufnahme der Klavierkonzerte Nr.1 & 3 von Prokofieff und des Klavierkonzerts Nr.3 von Bartók vorausgegangen, die nach umjubelten Konzerten in Kanada und New York mit dem Montreal Symphony Orchestra unter Charles Dutoit entstand.

Höhepunkte der bisher bei EMI Classics erschienenen Live-Mitschnitte von Konzerten Martha Argerichs sind die Aufnahme von Beethovens Klavierkonzert Nr.1 und Mozarts Klavierkonzert Nr.25 von 1978 bzw. 1992 aus dem Concertgebouw in Amsterdam (von der Fachpresse mit Superlativen bedacht) sowie das Dokument eines Klavierabends aus Amsterdam (1978/79) mit Schumanns "Fantasiestücken" sowie Ravels "Sonatine" und "Gaspard de la nuit" (Preis der Deutschen Schallplattenkritik 2001). Neben den Chopin-Klavierkonzerten erschienen 1999 auch ihre bislang unveröffentlichten legendären Chopin-Aufnahmen von 1965. Aus den zahlreichen Kammermusik-Aufnahmen Martha Argerichs für EMI Classics ragt die von Beethovens "Kreutzer"-Sonate" und Francks A-dur-Sonate mit Itzhak Perlman heraus, die mit einem "ECHO Klassik 2000" ausgezeichnet wurde.

Martha Argerich ist bei renommierten Festivals in Europa wie Übersee häufig zu Gast: so beim Festival Pianistico Internazionale Arturo Benedetti Michelangeli in Brescia, dem Festival von Verbier (Schweiz) sowie beim nordamerikanischen Saratoga Festival.

Die Künstlerin fördert durch eigene Festivals auch selbst den internationalen Nachwuchs. Im Herbst 2001 fand der Zweite Internationale Klavierwettbewerb "Martha Argerich" im argentinischen La Plata/Buenos Aires statt; im japanischen Bepo gründete die Pianistin ihr eigenes "Martha Argerich Klavierfestival". Beim in der Schweiz stattfindenden "Martha Argerich Festival Lugano" macht Martha Argerich zusammen mit guten Freunden und jungen Musikern Kammermusik und stellt dabei junge Künstler mit Weltklassepotenzial vor. Seit 2002 veröffentlicht EMI Classics jedes Jahr Live-Mitschnitte mit den Konzert-Highlights aus Lugano.

Sergei Babayan
ist ein armenisch-amerikanische Konzertpianist. Babayan begann seine musikalische Ausbildung im Alter von sechs mit Luisa Markaryan. Er studierte unter Lev Naumov und am Moskauer Konservatorium unter Vera Gornostayeva und Mikhail Pletnev.

Im Jahr 1989 reiste er in die Vereinigten Staaten. Im selben Jahr gewann er den ersten Preis in der Robert Casadesus International Piano Competition. Nach dem ersten Preis gewann er in der Palm Beach International Piano Competition und den ersten Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb in Hamamatsu, wurde er Preisträger des Königin-Elisabeth-Musikwettbewerb 1991.

Babayan gewann den ersten Preis in der Scottish International Piano Competition und dritten Preis beim Busoni International Piano Competition. Er war Preisträger beim Esther Honens International Piano Competition.

Sein Programm beinhaltet oft romantische Komponisten wie Rachmaninoff, und moderne Werke von Komponisten wie Witold Lutoslawski, György Ligeti, Carl Vine und Arvo Pärt. Er ist auch für seine herausragende Interpretationen von Johann Sebastian Bach erfasst. Er erscheint häufig als Solist mit Orchestern wie dem National Orchestra of Belgium, dem Cleveland Orchestra, The Italian Symphony Orchestra of Brescia & amp; Bergamo und der Tschechischen Staatsphilharmonie.

Babayan hat mit Dirigenten wie Valery Gergiev, Yuri Temirkanov, Neeme Järvi, Hans Graf, David Robertson, Kazimierz Kord und Michael Christie zusammengearbeitet. Er hat mit dem Connoisseur Society Label, Discover Records Pro Piano Records.

1996 gründete Babayan die Sergei Babayan International Piano Academy am Cleveland Institute of Music, wo er ist auch ein Artist-in-Residence. Seine Schüler haben den Pianisten Gnade Fong, heute Direktor des Keyboard Studies an der Chapman University Conservatory of Music aufgenommen; Ching-Yun Hu, der Gewinner des 2008 Arthur Rubinstein-Wettbewerb, und Daniil Trifonov, Dritter Preisträger 2010 Internationale Chopin-Wettbewerb, erster Preisträger der 2011 Arthur Rubinstein-Wettbewerb, und erste Preisträger der 2011 Tschaikowsky-Wettbewerb.



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