Sounds Between Falling Leaves Lisette Spinnler

Album info

Album-Release:
2017

HRA-Release:
17.11.2017

Label: Neuklang

Genre: Jazz

Subgenre: Mainstream Jazz

Album including Album cover

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Formats & Prices

FormatPriceIn CartBuy
FLAC 96 $ 16.50
  • 1Silent Dream07:48
  • 2The Night Is Darkening Around Me07:00
  • 3Dancing Boy04:18
  • 4The Sun Has Set07:52
  • 5Afro Blue05:53
  • 6Echo of a Silent Dream00:46
  • 7At Dusk04:56
  • Total Runtime38:33

Info for Sounds Between Falling Leaves

Die fallenden Blätter im Herbst, wo Winde, über die Flure losgelassen, Bäume kahl und kahler blasen, Blätter durch die Lüfte tragen, am Boden kleine Wirbel blasen und es ruhig wird … „Sounds between falling leaves“ sind zumeist elegische, modale Lieder in einfachen Harmonien, ihre Bewegungen sind sanft und zart und eher nach innen gerichtet. In Nuancen, feinsten Schwingungen und manchmal – wie in Cézannes Aquarellen – bloss angedeutet, entfalten sie mit fein aufeinander abgestimmten Farben einen imaginären Raum, eine gewaltige Kraft aus sich selbst, aus einem zärtlich-virtuosen Spiel zwischen Ruhe, langsam Fliessendem und markanten Akzenten. Lisette Spinnlers Songs sind Zwiesprachen mit der Natur, die ihre Seele aus Kindertagen bewohnt und berührt. Ihre Lieder, die Stimme in Hauchen, Schimmern und Schattierungen, getönt und kunstvoll modelliert, wirken natürlich und heischen nicht nach Ereignissen – sie sind welche, vorausgesetzt, wir hören hin.

Es ist das bisher sinnlichste und auf seine Art introvertierteste Album der Vokalistin und mit Songs, die, außer „Afro Blue“, alle von ihr selbst geschrieben sind. Bezeichnend, dass sie dafür auch zwei Poems Emily Brontës in Musik gegossen hat: Die britische Dichterin (1818-1848), die unter ihrem Pseudonym Ellis Bell schrieb und von der zu Lebzeiten gerade mal ein Roman (Wuthering Heights, 1847) und ein einziger Gedichtband (Poems, 1846, zusammen mit ihren Schwestern Anne und Charlotte Brontë) erschien, besang in ihrer Lyrik Fantasiewelt und Natur und war eine enthusiastische Tierliebhaberin. Lisette, auf der Bühne zuweilen mit eigener, spontaner Fantasiesprache, scheint ihr darin seelenverwandt.

„Sounds between falling leaves“ ist aber auch das erste Album in der aktuellen Besetzung, und Lisette war gut beraten, ihrer erstklassigen Rhythmusgruppe auch immer den nötigen Spielraum zu geben. Piano, Bass und Drums verraten denn auch eine Handschrift, die ganz in einem Heute angesiedelt ist, in dem kollektiver Sound mehr im Vordergrund steht als solistische Brillanz. Dadurch kommt der Stimme automatisch mehr Gewicht und Bedeutung zu, die, wo sie präsent ist, denn auch vermehrt im Mittelpunkt steht. Das Quartett arbeitet seit vier Jahren in konstanter Besetzung miteinander: Stefan Aeby am Klavier, Bassist Patrice Moret und Michi Stulz am Schlagzeug – alles fantastische Musiker mit feinmotorischer Technik, wachem Geist und sensibelstem Interplay. Sie bringen Lisettes Lieder optimal auf den Punkt und zur Geltung. Die improvisatorischen Freiräume, die den Kompositionen zu Eigen sind, werden fast durchwegs im Kollektiv genutzt und vorangetrieben, auch wenn da und dort mal ein Dialog zu Zweit Raum einnimmt oder das eine oder andere Instrument etwas mehr im Vordergrund steht. Lisette und ihre Musiker sind auf dem ganzen Album überaus dicht beisammen und behalten die Songs und ihre Natur im eigenen dynamischen Gleichgewicht – zwischen fallenden Blättern. (Steff Rohrbach)

Lisette Spinnler, Gesang
Stefan Aeby, Klavier
Patrice Moret, Bass
Michi Stulz, Schlagzeug




Lisette Spinnler
Geboren 1976, aufgewachsen in Wittinsburg, lebt in Liestal. Mit zehn Jahren Klavier- ,mit siebzehn Gesangsunterricht. Jazzgesangsstudium an der Musikhochschule Basel (Sandy Patton und Susanne Abbuehl). 1999 Stipendium der Friedl Wald Stiftung als erste Auszeichnung (Jurymitglied George Gruntz), erste eigene Band. 2001 Gewinnerin des Chrysler Jazz Awards am Montreux Jazzfestival (Jurymitglied Thierry Lang/Peter Schmidlin). 2003 Final-Nominierung des Lisette Spinnler Quartett ZKB Moods Zürich. Nomination für Suisse Diagonales Jazz. 2004 Kantonalbankpreis der Jubiläumsstiftung der Basellandschaftlichen Kantonalbank. 2005 Gründung Quintett Siawaloma mit Colin Vallon, Patrice Moret, Alex Hendriksen und Michi Stulz. 2006 Hauptfach Dozentin an der Musikhochschule Basel, Jazzcampus Basel. 2010 Gründung Duo Stiefel-Spinnler, singender Flügel-beflügelter Gesang. 2014 Wiederaufnahme Siawaloma als Lisette Spinnler Quartett mit Stefan Aeby, Patrice Moret, Michi Stulz. 2016 Spartenpreis Musik des Kantons Baselland. Zahlreiche Tourneen und Konzerte im In-und Ausland, u.a. mit dem European Jazz Youth Orchestra, Cojazz, Braff-Oester-Rohrer, Theodosii Spassov, Domenic Landolf, Adrian Mears (Requiem Op. 48, der Berner Totentanz) Jorge Rossy, Bänz Oester, Gastsängerin Manu Katché, Christoph Stiefel, Jean-Paul Brodbeck, Fabian Gisler, Guillermo Klein, Gregor Hilbe, Norbert Pfammatter, Tobias Backhaus, Henning Sieverts ...



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